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09. September 2008, 16:46
Schnappsidee oder Marketingstrategie?
Die Veranstalter suchen verzweifelt nach Alternativen
Zunehmender Teilnehmerschwund an den Städtemarathons auf der ganzen Welt, zwingen die Veranstalter immer zu verrückteren Ideen. So will man nächstes Jahr in Zürich die Läuferschaar durch den 4,4km langen Uetlibergtunnel jagen. Es sei eben eine einmalige Gelegenheit am gleichen Tag wo der Uetlibergtunnel seine Eröffnung feiert, diese einmalige Chance zu nutzen. Meint OK Präsident Bruno Lafranchi zu Radio 24.
Zürich (mk) Von Marcel Krebs
Hinter der so dargestellten Idee, könnte aber auch eine ganz andere Idee stecken. Alle Städtemarathons auf der Welt, von Tokio bis New York mit Zwischenhalt in Berlin leiden unter massivem Teilnehmerschwund. So auch Zürich. Um die jährlich dramatisch fallenden Anmeldungen aufzuhalten buhlen die Veranstalter je länger je mehr mit allen möglichen Werbemassnahmen. Solche Schnappsideen sind nicht neu! Die Städtemarathons sind in der Infrastruktur viel zu aufgeblasen, die Durchführungen zu aufwendig, der Personalaufwand zu gross. Längst sind nicht mehr alle Clubmitglieder bereit, gratis dafür zu arbeiten.
Da haben es die grossen Marathons in den Bergen besser. Sie müssen den Läufern nicht nachrennen, die kommen selber. Die Veranstalter sind sogar gezwungen, die Marathons an Startzahlen zu minimieren. In Davos, am Jungfraumarathon und auch am The North Face Ultra Trail war man gezwungen Teilnehmerlimits einzuführen - so gross sind die Andränge. Beim Ultra Trail in Chamonix sind jedes Jahr die Startplätze inner einer Stunde ausverkauft und man ist dort zu einem ausgeklügelten Anmeldesystem übergegangen. Da wäre noch die Idee an die Veranstalter, nach dem Uetlibergtunnel die Teilnehmer noch durch das Stadthaus und anschliessend auf einer Pontionierbrücke über den Zürichsee rennen zu lassen.
Wem's allerdings gefällt - viel Spass!
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