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23. Januar 2009, 09:43
Für ein Lächeln - die Freude und viel Glück im Herzen.
Der Neujahrsmarathon von Schlieren
Sie rennen in der Silvesternacht durch die stockfinstere Nacht und haben nur ein Ziel - ihre Freiheit, ihren Laufspass und ihr Neujahrsglück zu geniessen. Wer glaubt, er sehe in der Silvesternacht verbissene auf dem letzten Zacken kämpfende Gesichter, der wird eines besseren belehrt. Der Neujahrs Marathon von Zürich-Schlieren ist der Marathonlauf ins Glück! Uns selbst der Sieger Konrad Von Allmen, einst Triathlon Weltmeister und heute am Marathon aus Freude am Sport, lief die Marathondistanz mit bester Laune und vor allem aus Vergnügen. Und überhaupt, auch auf der Strecke wurde auch unter den ersten mal ein Schwatz abgehalten.
Brüttisellen (mk) Gegen fünfhundert Läuferinnen und Läufer starteten am Silvesterevent "Neujahrsmarathon Zürich". 10% mehr als im Vorjahr. Zum Fünftenmal wurde die Veranstaltung ausgetragen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, in der Silvesternacht zu laufen, allein draussen in der Natur - entlang der Limmat. Unheimlich schön! - betitelten den viele diesen Event. Hinaus in die dunkle Nacht - du rennst ins Nirvana. Du erhälst der Limmat entlang, sozusagen die Erleuchtung für kommende Taten. Der Neujahrsmarathon ist ausserdem eine Einstimmung in die neue Laufsaison 2009 - oder wie es der Sieger gut ausdrückt, "Der Neujahrsmarathon ist für mich ein willkommene Verkürzung der langen "brotlosen" Winterzeit.
Sie kamen heute nicht mit verschlossenen Gesichtern - sie kamen heute mit freudestrahlendem Gesichtsausdruck.
Keiner, der vielen Sportler hatte grosse Ambitionen für allzu grosse Taten. Freude vor Sieg stand im Vordergrund! Und so liefen sie für ein Lächeln und eine handvoll Schnee. Diesen hat's zu genüge noch kurz vor dem Start hingehauen. Roger Kaufmann der OK Präsident betonte aber dann noch ausdrücklich, man habe die Wege nicht geräumt - um eineseits die LäuferInnenn nicht zu gefährden (Vereisung, etc.) und andererseits um eben das Laufhighlight Silvesternacht feiern zu können.
Perfekt organisiert und ein perfekten Helferstab
Die Organisation des Silvester Marathons darf man als sehr gut ja vorzüglich bezeichnen. Jeder Wunsch wurde schon bei der Startnummernausgabe regelrecht von den Lippen abgelesen, bzw. der Startmanager gab Auskunft über alles was es rund um die Sache Startnummer gab. Der fast familiäre Ton der Veranstaltung stimmte die Teilnehmer noch mehr auf ein kommendes Erlbnis mit viel Freudenpower ein.
Marathon gerade aus - 10km rechts
Bei den Wegverzweigungen stand zusätzlich zur Lichtbeschilderung, die die jeweiligen Farben der Laufrichtung zeigt noch ein Streckenposten, der die ganze Nacht jeden vorbeirennenden Läufer aufklärte: " Marathon gerade aus - 10km rechts - Halbmarathon rechts.
Der Sieger kein Unbekannter
Er hat schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Er wurde als Amateur mehrmals Triathlon und Gigathlon Weltmeister, lief den Ironman in den Top Ten als Profi und stellte mehrere Schweizerrekorde auf. Konrad Von Allmen - ein Tausendsassa! Er, der die letzte Saison mit Bergmarathons der Weltelite Angst und Schrecken eingejagt hat und auf Anhieb dem dritten Platz am Alpine Marathon belegt hat, rennt heute noch aus Freude, aus Freude an der Sache, aus Freude am Sport und aus Freude zu sich und seinem stählernen Körper. Der bald 40-Jährige Spitzenathlet hat es aber auch beruflich weit gebracht. Der Personalchef eines Kernkraftwerkes bereitet sich auf eine grosse Schweizerische Prüfung im Manamangementsektor vor, hat bereits die Diplomarbeit dazu geschrieben und ist in seinem Beruf genau so gut, wie in seiner Spezialdisziplin dem Laufsport.
Auf die Frage was die Motivation für seinen Start in der Silvesternacht am Neujahrsmarathon war, meint Von Allmen:
"Eine gute Gelegenheit, die Motivation oben zu behalten. Im Winter ist es sonst sehr mühsam wenn man nur trainieren muss und an keinen Wettkämpfen teilnehmen kann, es kann ein verdammt lange Zeit werden.
Was war Dein Trainingsaufwand, während Deiner Topzeit?
Konrad Von Allmen: Januar - Juli waren das 35 Stunden wöchentlich, dazu kamen noch, auch als ich Profi war 120% Arbeit dazu. Jetzt habe ich das auf 10-15 Stunden runtergeschraubt, dafür achte ich mehr auf die Qualität des Trainings. D.h. Wenn ich trainiere bin ich voll bei der Sache und gebe alles. So habe ich auch den Sprung im Laufsektor geschafft.
(Konrad von Allmen hat mit verschiedenen Top-Klassierungen in der Marathonelite grosse Aufmerksamkeit erregt)
Resultate
Overall Marathon
1. von Allmen Konrad, 1969, Olten 2:55.16,1 (153)
2. Huber Urs, 1985, Jonen 3:02.57,2 (11)
3. Gröbli Adrian, 1961, Oetwil an der Limmat 3:09.00,1 (147)
Overall Halb-Marathon
1. Mouriaux Franck, 1971, Glattbrugg 1:23.16,5 (501)
2. Leuzinger Patrick, 1989, Ennenda 1:28.37,5 (556)
3. Walt Daniel, 1973, Uster 1:28.38,3 (586)
Overall 10km
1. Ramer Roger, 1980, Zürich 37.27,6 (1137)
2. Vassalli Davide, 1979, Olivone 38.33,2 (1075)
3. Hoppler Reto, 1966, Zürich 38.51,6 (1134)
Marathon Frauen
1. Huser Andrea, 1973, Aeschlen ob Gunten 3:30.56,2 (4)
2. Haab-Herger Silvia, 1968, Oberarth 3:38.40,8 (3)
3. Tschumi Sandra, 1979, Solothurn 3:40.01,4 (5)
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Im dichten Schneegestöber kommt der Marathonsieger in's Ziel.

Konrad von Allmen war ein Triathlon Star. Heute ist er einer unter vielen Freunden. Er geniesst zu laufen, ihm machts Spass - ein wahnsinns Gefühl hier in Schlieren! Hier beim Zieleinlauf mit OK Präsident Roger Kaufmann.
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