Mittwoch, 8. Februar 2012, 06:41:59 Uhr

07. September 2008, 13:20

The Nord Face Ultra-Trail

Alle wollen ins Ziel - nur die Hälfte kommt durch!

Die Umrundung des Mont Blancmassives gilt als eine der härtesten Laufprüfungen der Welt und setzt übermenschliche Anforderungen an Körper und Psyche. Wer nicht 100% körperlich Fit ist oder mental ein Tiefflieger ist, wird den 167km langen Lauf nie schaffen. Auch wenn alle Voraussetzungen da sind, ist es noch lange nicht sicher, dass er auch an's Ziel kommt.

Chamonix France (mk) Der Rundwanderweg um den Mont Blanc, legen Wanderer in ca. 6-10 Tagen zurück. Wer als Rennläufer mitmachen will, der hat eine maximale Zeitvorgabe von 48 Stunden. Der schnellste Mann aller Zeiten ist der diesjährige Sieger aus Spanien, der zwanzigjährige Kilian Jornet. Jornet legte die Strecke in offizieller Zeit von 20h56:59 zurück. Wer so rennen kann, 166km ohne grosse Unterbrüche, der muss wer besonderer sein. Viele der über 2'000 Athleten und Athletinnen schaffte es auch diesmal nicht. 9600 Höhenmeter sind auf der Strecke zu bewältigen. Ein Mammut's Spass! Es ist aber nicht nur die Strecke sondern es machen dem Athleten auch die Temperaturunterschiede schwer zu schaffen. Während es in der Nacht am Col de Circuit auf rund 2000m/üM um die 2-3 Grad C sind, brennt die Sonne im Val Ferret erbarmungslos nieder und erreicht auf 1600m noch Spitzenwerte von gegen 30 Grad.

Gefahren lauern überall

Neben der Kondition und dem Durchaltevermögen, sind noch unscheinbare aber nicht weniger Gefahren mit den Athleten unterwegs. Auf den steinigen Gebirgspfaden, den rutschigen Geröllhalden, kann man leicht den Fuss verknaxen, oder einen fürcherlichen Sturz im Schnelltempo Bergab einfangen. Dazu kommen wunde Füsse mit Blatern, verstauchte Hände, Füsse, etc. Auch der Hungerast ist ein weit verbreitetes übel.

Der The North Face Ultra Trail ist ein harter Lauf, der den Athleten nichts schenkt. So wundert's einem aber denn doch, dass es immer wieder Läufer gibt, die einfach zu wenig trainiert haben, sich zu viel verausgabt haben oder sonst wie mit dem Lauf und der Strecke nicht zurechtkommen.

Die Jugend im Vormarsch - Spanien Olé!

Kilian Jornet aus Andalusien heisst der neue Gewinner des Ultra-Trails. Jornet siegte souveränd mit einer Stunde Vorsprung auf den Sherpa Dawa. Jornet ist einer der aufstrebensten Läufer der neuen Generation. Er gewann dieses Jhar den Pierra Menta und ist 2008 Skyrunning Champion. Sein Stern ist aber endgültig am Mont Blanc aufgegangen. Kilian Jornet wohnt mit seinen Eltern seit seiner Kindheit in den katalanischen Bergen. Kilian Jornet ist Sportstudent. Jornet kam auf dem Grand Col Ferret (Km 99) bereits mit 35 Minuten Vorsprung vor dem Duo Jurek/Chorier. Die Spanier hatten in dieser Phase des Rennens noch drei weitere heisse Eisen im Rennen. Jesus Maria Romon als fünfter, Aurelio Antonio Olivar als Siebenter und Salvador Calvo Redondon als Achter. Einer der Favoriten des Rennens, der Franzose Sébastien Chaigneau, Gewinner des Challenge in Lybien im Januar dieses Jahres, musste wegen Magenschmerzen das Rennen auf dem Col de la Seigne unterbrechen und legte sich eine halbe Stunde lang hin. Im Aufstieg zum Grand Ferret verlor er aber eine weitere halbe Stunde und flog aus den Top zehn. In der Hitze des Val Ferrets brach aber Chaigneau völlig ein.


Der grosse Verlierer - Marco Olmo

Der letztjährige Sieger, der 59jährige Marco Olmo aus Italien musste schwerstens Leiden. Er war von allem Anfang an auf Rang 4-8 und beendete das Rennen auch als Sechster. Olmo hatte im Aufstieg zum Grand Ferret grosse Mühe und verlor da auf Jornet gut eine halbe Stunde. Sein Wille, sein Beissen ist aber Grammy würdig!

Der schönste Abschnitt der Tour

Vom Grand Ferret nach Champex, durchquert der Läufer einzigartige Alpfauna und eine Landschaft, die in jedem Märchenbuch vorkommen könnte. Der Rundwanderweg des Mont Blanc hat viel zu bieten, so auch der Mitten in einer prächtigen Bergoase gelegen, bietet er Ferienplätze für Camper und auch Bungalows für Solche, die ein bisschen mehr Konfort möchten. Der Campingplatz ist einmalig und gehört zu den Führenden der internationalen Camping Gilden.

Rangliste
Podium final The North Face® Ultra Trail du Mont Blanc®
Men :

1 Kilian Jornet (ESP) 20h56:59
2 Dawa Sherpa (NEP) 21h56:52
3 Julien Chorier (FRA) 22h31:35

1 Elizabeth Hawker (GB) 25h19mn41s
2 Karine Herry (FRA) 27h38mn35s
3 Catherine Dubois (FRA) 28h30mn59s

Podium final CCC®
1er Homme Guillaume Lenormand (FRA) 12h26mn4s
1ère FemmeLucy Colquoun (GB) 14h33mn37s

Gesamtrangliste Le Petite Leon

Resultate The North Face Ultra Trail 2008

The North Face Ultra Trail Splitter

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Die Engländerin Lizzy Hawker, Marathon Langstreckenweltmeisterin 2006, Seriensiegerin von Bergmarathons ist wieder da. Nach ihrer langwierigen Verletzung hat sie das Unmögliche möglich gemacht. Bis mitte Juni konnte sie nur täglich eine Stunde trainieren und erst ab Juli setzte sie mit vollem Training ein. Sie hat in den zwei Monaten hart gearbeitet - gesiegt und auch immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen, wie beim Alpine Marathon, doch sie hat an sich geglaubt, hat die Kraft gehabt durchzubeissen, mit dem Ziel den North Face Ultra Trail zu gewinnen. Sie ist an den hängen des Mont Blanc Massives zur alten Frische zurückgekehrt. Mit einer überzeugenden Leistung, hat sie alle Konkurrentinnen um vieles, ja Stunden zurückgelassen. Der Jubel war gross und wenn die Marathonkönigin sogar vor Freude schreit, dann hat sie alles besiegt, was es zu besiegen galt. Eines ist sie aber geblieben - die Elizabeth "Lizzy" Hawker - jung - hübsch und mi Schalk in den Augen - wohl eine der sympatischsten Gewinnerinnen aller Zeiten.

Die Jugend übernimmt und gewinnt! Kilian Jornet ist ein sympatischer Junge. Er kommt aus Andalusien und rennt so schnell, als sei der Teufel hinter ihm her. Der knapp zwanzigjährige Naturbursche kommt aus dem Alpinextremsport und hat auch gleich eine Neuerung migebracht. Anstatt Rucksack verwendete er ein Leibchen mit Rückentasche, dass ihm beim Laufen auch die Sicherheit erhöhrte, wie der Spanier sagte. Neider hatte der schnelle Mann aus Spanien aber zu genüge. Obwohl er alles vorschriftsmässig mit sich trug, machten die Konkurrenten Einspruch um an das Preisgeld zu kommen. Dies nützte allerdings nichts. Jornet wurde von den Race Marshalls einstimmig zum Sieger erklärt. Eine Zeitstrafe mussten sie ihm allerdings aufbrummen. Er machte mitten auf der Strecke einen halt, um sich eine Viertelstunde mit seinem Trainer und Betreuer zu unterhalten und das ist verboten. Dabei hatte ihn der Trainer nur zu sich genommen, weil es ihm nicht mehr geheuer war, wie der zwanzigjährige die Konkurrenz in Grund und Boden lief. "Ich habe ihm nur gesagt, wie weit es noch ist, Kilian ist auf solchen Strecken förmlich unerfahren und hat noch nie einen solchen Lauf gemacht." meinte sein Betreuer. Wer Kilian Jornet die Pässe raufrennen sah und wie Jornet wie eine Gemse die Pässe runterspeedete, der weiss was dieser Junge draufhat. Er übersprang alle Hindernisse und rannte als sei er auf einer Tartanbahn die schmalen Bergpfade hinunter. Kilian Jornet hat wohl eine neue Genaration zum Lauf um den Mont Blanc begeistert und er hat auch gezeigt, dass man für einen solchen Lauf nicht nur grosse Erfahrung, sondern eben auch Power, Durchhaltewillen und den Drang zum Sieg braucht. Mit Jornet haben die Organisatoren wohl den grössten Diamanten für ihre Mont Blanc Laufveranstaltung gefunden.

Die beste Langstreckenläuferin aller Zeiten - Lizzy Hawker! "Auch ich habe fürchterlich gelitten¨" so Hawker. Sie läuft schöner als je zuvor, kraftvoller als je zuvor und hat athletisch grosse Fortschritte gemacht. Und eines hat sie in den letzten drei Jahren gelernt - sie kann lächeln, sie kann weinen und sie kann schreien. Lizzy Hawker ist auf dem Weg zur Vollkommenheit.

Die Schönheit der Berge - die Schönheit der Natur. Das Mont Blanc Massiv hat viel zu bieten!

Der Aufstieg zum Grand Col Ferret ist hart, steil und nur für gut trainierte.

 

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