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25. Oktober 2011, 13:40
Ein neuer Stern am Ultra Himmel
Der Belfortrail übertrifft alle Erwartungen
Der zum ersten Mal ausgetragene, 50km lange Ultra Trail in den französischen Vorgesen übertrifft mit der Vielfalt seiner Strecke, der einmaligen Natur und die Aussich vom höchsten Punkt der Strecke, des 1250 m Ballon d'Allsace die kühnsten Erwartungen aller Läufer. Wetterglück, ideale Lauftemperaturen und ganz einfach einen aussergewöhnlichen Sonntag, liess die Herzen aller Beteiligten hoch schlagen. Auch die 584 Starter dürfen sich bei der ersten Austragung sehen lassen. Am Ballon d'Allsace war heute die Geburts-stunde einer neuen Laufeuphorie. Allerdings ist die hochkarätige und anspruchsvolle Strecke nichts für Warmduscher. (Marcel und Andrea Krebs Text und Fotos)
Giromangny, 23.10.11 ak-mk (mk) Gespannt schaute man der ersten Austragung des Belfor Trails entgegen. Erstaustragungen gehen meistens mit verschiedenen Problemen über die Bühne. Was die Veranstalter in den Vogesen den Läuferinnen und Läufer boten, war Sahne erster Güte. Sicherlich konnte das OK von einer wunderbaren Gegend profitieren und mit dem 360°-Rundblick auf dem Ballon d'Allsace noch die allerletzten Zweifel beseitigen, doch die Einfachheit des organisatorischen Ablaufes zeigt auch, dass man einen hochwertigen Lauf auch mit einfachen Mitteln über die Bühne bringt. Trotzdem war die Strecke nicht einfach und gab manchem grosse Probleme auf, doch der herbstliche Ausflug rund um den König der Vogesen, des Ballon d'Allsace wird auch mit Hilfe des herbstlichen Sommerwetters in den Herzen der Läufer seinen Platz finden. Wer beim Belfort Trail als Finisher durchs Ziel rennt, der erhält auch einen Punkt für die Qualifikation des Ultra Trails. Ob dies eines der Anziehungspunkte für den heutigen Lauf war, wird man nicht herausfinden, dass sich aber 580 Starter eingeschrieben haben, ist für einen solchen 50km Trail bei der ersten Austragung ungewöhnlich.
Start bei Sonnenaufgang
Der Start kurz vor Sonnenaufgang hatte seinen besonderen Reiz, und die ersten drei Kilometer vom Sporthaus mitten durch die Etange bei Malsaucy à Sermamagny gibt den Augen ein solches farbliches Schauspiel das ungewöhnlich und ganz einfach schön ist. Im Sommer finden sich hier in den Etange die schönsten Sandstrände zum Baden und Sommervergnügen. Somit hatte der Belfor Trail alles, was ein richtiger Ultra Trail vorzuweisen hat. Der Lauf durch die morgendliche Dämmerung, das Auf und Ab und der steile Aufstieg zum Hochplateau des Ballon d'Allsace und ebenso die wirklich coolen Endurance Trailwege im Abstieg vom Kulminationspunkt hinunter zurück ins Tal. Der Empfang der Läufer auf dem höchsten Punkt beim Ballon durch die grosse Freiheitskämpferin Frankreichs, Jeanne d'Arc, die stolz auf dem Pferd des ihr gewidmeten Denkmals sass war ebenso ein Highlight, wie der anschliessende Rundblick in alle Himmelsrichtungen, der die Laufbegeisterten in einen Zustand der grossen Freude brachte.
Auf dem 1250m hohen Elsässer Belchen, treffen drei Regionen zusammen. Der Läufer steht mit einem Fuss im Elsass, den anderen im Lothringischen und mit seinen Armen ist er bereits im Franche-Comté. Der unendliche Horizont macht den Berg zu einem Naturspektakel, wie es nur an wenigen Orten der Erde anzutreffen ist. Besonders im Späterherbst, wenn die grossen Massen an Touristen den Berg in den Vogesen längst verlassen haben, ist es am allerschönsten.
Wer den Weg für kurze Zeit verlässt, tritt sogleich auf Torfboden, der wie auf Kissen zu begehen ist. Goldgelbene Felder mit kurzen Stoppeln zeigen sich im Herbst in tiefbraun-roten Farbtönen und malen zusammen mit dem Hintergrund ein malerisches Bild für Träumereien. Hier oben war im Weltkrieg der gesamte Boden vermint. 500 Arbeiter liessen nach Ende des Krieges beim Entminen ihr Leben. Das Denkmal unten an der Passstrasse erinnert an die grossartigen Taten dieser Menschen.
Die Kelten gaben dem Berg seinen Namen. Aber auch der Belchen im Schwarzwald und der Belchen bei Olten in der Schweiz gehören zum ausgeklügelten Kalendersystem der Druiden. Die geometrische Anordnung dieser Berge lassen sich wissenschaftlich auf das kalendarische System der Kelten schliessen, das vor unserer Zeitrechnung gebraucht wurde.
Vom Elsässer Belchen geht bw. Die Sonne am 21. März auf und am 23. September über dem deutschen Belchen im Schwarzwalds der in 73 Kilometer Entfernung ist. Der Jura Belchen bei Olten ist 88 km entfernt. So handelt es sich in der Forschung hier um den Sonnenkalender der Kelten.
Zurück zum Rennen
Der Franzose Leo Belchet feierte sozusagen einen Start-Ziel Sieg. Auf dem höchsten Punkt dem Ballon d'Allsace, notierte er bereits einen Vorsprung von 8 Minuten, den er bis ins Ziel auf gut 12 Minuten ausbaute. Das stark kupierte Gelände war aber schwer einzuteilen und so waren die Abstände unter den Ersten lange immer wieder verschieden. Aus Schweizer Sicht lief Lukas Goetz aus Frenkendorf auf den hervorragenden siebenten Platz.
Rangliste Belfor Trail 50km
Overall Men
1. Leo Belchet FRA 5:00:28
2. Julien Francois FRA 5:12:30
3. Antoine Menges FRA 5:19:50
7. Lukas Goetz Schweiz 5:33:33
Overall Women
1. Elisabeth Moyne FRA 5:48:24
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Die Frauensiegerin Elisabeth Moyene aus Frankreich. Moyene platzierte sich als Gesamt Zwölfte im Scratsch mittern unter den besten Männern.

Der Schweizer Lucas Goetz wurde glänzender 7.





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