Dienstag, 21. Mai 2013, 21:42:36 Uhr

12. September 2011, 22:44

Auf den Höhenwegen des Aostatales

"Schlimmer kommt es nimmer!" Mächtige Gewitter unterhielten einen Grossteil der Läufer die ganze Nacht lang mit Donner, Blitz und sintflutartigen Niederschlägen. Man muss sich das erstmal vorstellen. Da erklimmt man in stockfinsterer Nacht einen 2800 Meter hohen Pass und wird durch das Zucken und das Grollen einer übermächtigen Macht begleitet. Da kann man wahrlich wie Anita Weyermann sagen:" Gring abe und wieter ga!" Jedenfalls ist die Ausfallquote bereits nach 102 km gravierend. Alle Fotos (c)Marcel Krebs.

Courmayeur, 12.9.11 mk (mk) Die Spitze hat sich nicht gross verändert. Der Führende ist immer noch der Spanier Salvador Retondo 1 Stunde und 20 Minuten vor dem Franzosen Christoph Les Saux. Dritter ist überraschend ein Schweizer. Der Tessiner Marco Gazzola hält sich überragend auf den Podestplätzen und liegt nicht weit vom zweiten Platz entfernt.

Warten in Cogne

In Cogne ist Rätselraten. Um 6 Uhr Abends haben noch keine 200 Läufer passiert. Dagegen haben bereits 100 Coureurs aufgegeben. Viele Läufer kommen mit wunden Füssen hier an.

Ein unglaubliches Tal mit vielen zauberhaften Seitentälern

Das Val Aosta ist schon bezaubernd. Was sich aber in den Seitentälern und den Höhenwegen rund um dieses Tal befindet, ist ganz einfach zauberhaft. Wanderungen von jeglicher Länge, mit oder ohne Schwierigkeitsgrad oder so wie die Wahnsinnigen am Tor de Géants - für jeden ist etwas dabei.

Das Tor de Géants ist ein Volltreffer

Nichts für Warmduscher, nichts für Froschmänner. Der Endurance Lauf über 330km ist ein hartes Stück, das nicht so leicht zu bezwingen ist. Wer hier nicht mit Hunderten von Kilometern hinkommt, der steigt schon bald wieder aus. Was ist aber die Motivation der zugelassenen fünfhundert Läufer? Diesem Geheimnis bin ich heute ein grosses Stück näher gekommen. Lesen Sie die grosse Story am nächsten Wochenende auf Sport-heute.ch. Natürlich im Marathonmagazin.

So, jetzt gehe ich unter die warme Decke. Heute war ein 14 Stunden-Tag. Der Morgige wird nicht besser. Das Tor de Géants ist es aber Wert.

Marcel Krebs

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Schweizer Hoffnungsträger. Marco Gazzola. Der Tessiner hat ein ansehliches Palmarés. Marco Gazzola Switzerland / Claro Best results /records / adventure : 13. place - Marathon des Sables 2007 1. place -Akakus Trail Lybia 2007 2. place - Sicilia Volcano Trail 2008 9. place - Swiss Alpine Marathon 2008 2. place - Toubkal-Trail 2009 2010 Events Calendar / 2010 Objectives : Kentavros Trail Greece, 67 km 3300 D+ Verbier Trail Switzerland, 110 km 6900 D+ Mountainman Switzerland, 81 km 5000 D+

Aus und vorbei! Der letztjährige Sieger der Meraner Ulrich Gross muss aufgeben. "Ich konnte nicht mehr bergab laufen. Mein Oberschenkel konnte nicht mehr abfedern und die Schwünge ausgleichen. So hatte es keinen Sinn weiter zu machen. Gestern Abend bin ich nur dank dem Schweizer Marco Gazzola nach Valgrisenche rauf gekommen. Er hat mich wunderbar hinauf geführt. Er ist ein grossartiger Sportsmann." So Ulrich Gross heute Nachmittag in Cologne. "Gestern war die Aufgabe nicht mal schlimm, aber heute Morgen als ich im Bett erwacht bin, stimmte mich meine Aufgabe schon traurig. Jetzt schaue ich meiner Schwester, die in Führung liegt."

Aufgabe und ab mit Gepäck zum Lumpensammlerbus. Viele der Akteure waren ganz einfach rein körperlich überfordert. Einige hatten Pech und verstauchten den Fuss oder hatten soviele Blattern an den Füssen, dass man sie kaum zählen konnte.