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06. September 2011, 23:03
Lopez und Caballero auch am vierten Transalpine-Run-Tag unbezwingbar
Von Oliver Kraus
Wie nach den Vortagen nicht anders zu erwarten war, haben die beiden Gesamt-Führenden David Lopez Castan und Miguel Caballero Ortega auch dem vierten Tag des GORE-TEX® Transalpine-Run 2011 ihren Stempel aufgedrückt. Die beiden Spanier von Trangoworld Gore-Tex entschieden die 39,93 Kilometer lange und mit 2.339 Höhenmetern gespickte Etappe von Galtür, Österreich, nach Scuol in der Schweiz in 4:06:46.8 Stunden für sich. Damit waren die Träger der Blauen Leaderjerseys knapp sieben Minuten schneller als ihre schärfsten Verfolger vom schottischen Team Inov-8 Gore-Tex Footwear, Jethro Lennox und Joe Symonds (4:13:40.6). Drittschnellstes Team der Männerklasse war das Team Salomon International mit Julien Chorier (FRA) und Philipp Reiter (4:19:54.7).Copyright: Klaus Fengler.
6.9.11 Scoul, OK (mk) Dank ihrer erneut imposanten Vorstellung auf dem durchweg sonnigen, wenn auch zu Beginn des Rennens kühlen, Routenabschnitt über Futschölpass (2.768m) und Piz Clünas (2.793m) ins Unterengadin liegen Lopez und Caballero bei Halbzeit der siebten Transalpine-Run-Auflage bereits rund 35 Minuten vor den beiden Schotten Symonds und Lennox.
Ein komfortabler Vorsprung, der den beiden Mitgliedern des spanischen Berglaufnationalmannschaftskaders heute erstmals ein wenig Zeit brachte, die alpine Bergwelt zu genießen. „Das war mit Abstand die bislang schönste Etappe, die wir gelaufen sind“, so der 29-jährige David Caballero Ortega, der sich mit seinem gleichaltrigen Laufpartner im Abstieg vom ersten Gipfel zur Alp Valmala (1.980m) von ihren britischen Rivalen hatte absetzen können.
Der Weg bergab macht den Unterschied
„Die beiden haben immer mal wieder versucht, Druck zu machen, aber wir sind dran geblieben. Im Downhill haben wir dann gemerkt, dass wir stärker sind und haben unsererseits das Tempo verschärft“, so der 1,69 Meter große Trailrunner aus Segovia.
Damit spielten die beiden Gesamtführenden einmal mehr die wohl entscheidende Karte des diesjährigen achttägigen Trailrunning-Events aus: ihre Qualitäten im Abstieg – was auch Joe Symonds zugeben musste.
„Beide sind extrem stark im Bergablaufen. Sie kommen damit einfach besser zurecht. Ich bin leider auch noch durch meinen Sturz am zweiten Tag gehandicapt (eine Fleischwunde, die mit mehreren Stichen genäht werden musste) und von daher noch ein bisschen zu vorsichtig“.
Der jüngere Bruder von Vorjahressieger Andrew Symonds will daher den morgigen Bergsprint auf die Motta Naluns (6,19km, 936 Hm) vor allem zur Regeneration und Vorbereitung auf die abschließenden drei Renntage nutzen.
Damen-Leaderinnen bewahren eindrucksvoll weiße Westen
Wie bei den Männern haben auch bei den Damen die beiden herausragenden Athletinnen ihren vierten Tageserfolg feiern dürfen. Stephanie Jimenez (FRA) und Mireia Miro (ESP) benötigten nur etwas mehr als fünf Stunden für die fast 40 Kilometer lange Etappe über die Staatsgrenze (5:01:53.0).
Allerdings mussten die haushohen Favoritinnen auf die Transalpine-Run-Krone, die auch selbstbewusst und mit Titelambitionen ins Rennen gegangen waren, heute erstmals den Strapazen einer Alpenüberquerung Tribut zollen.
„Wir sind wohl die ersten drei Tage zu schnell angegangen“, so Miro. „Zuerst hatte heute Stephanie Probleme, dann ich, so dass wir zwischendurch eine mehrminütige Stretching-Pause einlegen mussten.“
Dennoch kamen die beiden Spitzenläuferinnen erneut mit rund 18 Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz ins Ziel und liegen vor den letzten vier Etappen bereits mehr als eine Stunde vor Claire Gordon und Fiona Maxwell vom schottischen Team Shettletrot, die sich erneut mit dem zweiten Rang in der Damenwertung zufrieden geben mussten (5:19:51.0).
„Das ist natürlich ein großer Vorsprung, den wir in den nächsten Tagen kontrollieren und bis ins Ziel nach Latsch verteidigen wollen“, so die 23-Jährige aus Barcelona.
Ihren ersten Podestplatz feierten indes Stefanie Felgenhauer und Kathrin Höfler vom deutschen Team Craft als Dritte (5:36:42.3).
Master-Leader weiter auf Mission Titel-Hattrick
Auch bei den Teams mit einem Gesamtalter von über 40 Jahren lassen die beiden Wertungsführenden weiterhin nichts anbrennen. Nach 4:25:20.5 stand für Dr. Thomas Miksch und dessen Partner vom Berglaufteam Haglöfs-Gore, Anton Philipp, der erneute Etappensieg zu Buche.
Damit war das heute viertschnellste Team der Gesamtwertung knapp 14 Minuten schneller als die beiden Zweitplatzierten Steffen Walk und Christian Stork von Salomon/Sport Reischmann (4:39:12.5).
Knapp hinter den beiden Deutschen folgten die Südtiroler Anton Steiner und Klaus Wellenzohn vom Team Schlanders auf Platz drei (4:40:11.7).
Schweizerisch-österreichisches Mix weiter in Front
Bei den Mixed-Teams geben ebenfalls die Leader weiterhin den Ton an. Die beiden mehrmaligen GORE-TEX® Transalpine-Run-Teilnehmer Gaby Steigmeier (SUI) und Seppi Neuhauser (AUT) vom Team Salomon bewältigten die vierte Etappe in 4:55:56.2 Stunden.
Auf Platz zwei folgte das Ehepaar Andrea und Uli Calmbach (5:07:06.1), die für das Team Salomon Deutschland die Laufschuhe schnüren.
Wie bereits an den Tagen zuvor rundete ein anderes Paar aus Österreich das Podium als Drittes ab: Sonja und Andreas Irendorfer von Innenausbau Irendorfer untermauerten in 5:11:20.4 Stunden ihren berechtigten Podest-Anspruch.
Team Latsch/Mountain Heroes: Alter schützt vor Leistung nicht
In einer beeindruckenden Zeit von 5:17:44.8 Stunden und damit als 29. Duo der Gesamt-Tageswertung sicherten sich Rudi Schöpf und Hans Hörmann vom deutsch-italienischen Team Latsch/Mountain Heroes ihren vierten Sieg in Serie.
Die beiden Senior-Master-Leader liegen damit weiterhin unangefochten an der Spitze der ältesten Teilnehmer-Duos, die ein Gesamtalter von über 100 Jahren aufweisen können.
Zweite der Kategorie wurden Gerald Blumrich und Jörg Schreiber vom Team Trail Magazin (5:32:28.7), Dritte deren deutsche Landsmänner Axel Zapletal und Peter Sandmaier vom Team Pax Feldafing 100 (5:45:18.2).
Vorschau Etappe 5: Scuol (SUI), Bergsprint Motta Naluns
Am fünften Tag sind besonders die Bergläufer unter den Teilnehmern gefragt: Bei einem Bergsprint vom Ortszentrum Scuols auf die 2.130 Meter hohen Motta Naluns zählt neben Ausdauer und Kondition vor allem die Berglauf-Technik der Läufer.
Der steile Anstieg über 6,19 km und 936 Höhenmetern auf unebenem Untergrund wird den Sportlern alles abverlangen.
Das optimale Programm also für den ersehnten „Ruhetag“ auf der Westroute.
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Copyright: Klaus Fengler.

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Copyright Lars Schneider.

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