Donnerstag, 24. Mai 2012, 08:04:52 Uhr

26. August 2011, 21:44

Auf dem Weg der Abrechnung!

Neue Streckenführungen!! Orkanartige Winde auf dem Mont-Blanc!!

Nun sind sie also unterwegs, die ersten "Verrückten" am Ultra Trail. Die "Smallveranstaltung des Ultre Trails, der CCC (Courmayeur-Champex-Chamonix)ist heute Morgen im Aostatal gestartet. Rund 1800 Wagemutige haben den Kampf gegen ihren inneren Schweinehund aufgenommen und der, meldet sich nicht wie bei einem Marathon ab km 32, sondern alle 10 Kilometer und dies recht deutlich. Für alle, die heute bei leicht bewölktem Wetter, aber schon fast unerträglichen Lauftemperaturen das Showlaufen durch die Metropole der obersten Stadt im Aostatal auf sich genommen haben, werden bald die stillen und einsamen Minuten kommen und dann wird sich zeigen, ob es der Weg der Abrechnung ist oder nur ein seichter Versuch, den eigenen Körper erneut bis auf's letzte zu quälen.

Chamonix, 26.8.11 mk (mk) Der CCC ist nicht viel unspektakulärer als sein grosser Bruder der Ultra Trail. Im Normalfall 98km und über 6000 Höhenmeter. Dieses Mal gibt es aber eine Änderung. Die schweren Gewitter der letzten Nacht, haben im Gebiet des Bonvin (zwischen Mont Blanc Tunnel und Col de la Ferret und zwischen Champex und der Forclaz Passhöhe) (Offizi)elle Mitteilung: Aufgrund eines Erdrutsches zwischen dem Mont-Blanc-Tunnel und Courmayeur, musste die bisher übliche Streckenführung des CCC® geändert werden. Dieses Jahr wird sie direkt zum Col Sapin und zum Tête de la Tronche hinaufführen, dann hinunter nach Bertone, wo sie auf die Strecke des UTMB® trifft. einige schwere Erdrutsche ausgelöst. Zur Sicherheit der Athleten, wir die Strecke anschliessend so direkt nach Martigny umgeleitet um dann auf der Bergstrasse des Forclaz hinauf bis zur Passhöhe geleitet. So ergeben sich zweihundert Höhenmeter weniger und zudem ist die Strecke 5km weniger lang.

Start in 3 Gruppen

Gestartet wurde heute Morgen in 3 Gruppen mit 10 Minuten Zeitdifferenz. Die Schnellsten zuerst, die langsamsten zuhinderst. Trotzdem darf man auf einen harten und guten Wettkampf hoffen.

Startprozedere das seinesgleichen sucht!

Was praktisch alle Veranstalter bis heute noch nicht gemerkt haben ist, dass Läufer auch Herz haben. Verstand sowieso. So läuft zwar jedes Mal das gleich Startprozdere mit der gleichen Musik ab, es ist aber so gut gemacht und technisch auf höchstem Niveau, dass es eben ein wirkliches Erlebnis ist, auf die Strecke geschickt zu werden. Und wenn man genau hinsieht, dann bemerkt man einige Tränchen auf den Wangen der Läuferinnen und Läufer. Die Franzosen können's eben. Da wundere ich mich halt wieder einmal, wieso die Marathons im deutschsprachigen Gebiet so kalt und ohne Emotionen ablaufen. Es hat sich jedenfalls auch dieses Jahr in Courmayeur dabei zu sein, nicht wegen des tollen Pressebankettes, sondern ganz ehrlich nach einem unvergleichlichen Erlebnis, das einmalig ist auf der Welt. Nicht umsonst werden die beiden Austragungen CCC und Ultra Trail die Weltmeisterschaften der Bergläufer genannt.

Wieso sind die Organisatoren des UTMB so erfolgreich?

Neidisch blickt die Läuferwelt auf die grösste Berglaufveranstaltung. Was aber ist der wirkliche Grund dieses Erfolges? Herausragend ist sicher der Organisationsapparat, der in Chamonix bis auf die Stadtverwaltung zurückgreifen kann. Dazu kommt einer der erfahrensten Alpenklubs der Welt. Mit Skiweltmeisterschaften, Olympischen Spielen und mehr, haben die Menschen in Hochsavoyen ein besonderes Flair für solche Veranstaltungen. Ein weiteres Plus könnte der Umgang mit Medien, Läufern und der Umwelt sein. In Chamonix und damit rund um den Mont-Blanc, wird nicht nur von Umweltschutz geredet, sondern auch gehandelt. Das zeigt auch, dass jedem Läufer bw. ein Säckchen für die persönlichen Abfälle mitgegeben wird. Auch wenn insgesamt weit über 12'000 Laufbegeisterte an den fünf Veranstaltungen mitmachen, fühlt sich jeder als kleiner König und die Läuferin selbstverstädnlich als Königin.

Das Team

Das Team um Catherine Pollet kann auf eine grosse Vergangenheit zurückblicken. Nicht nur ist die ehemalige Skirennfahrerin und Weltklasse Ultraläuferin eine Persönlichkeit für sich, sie hat auch lauter Profis um sich. Das fängt bei der Athletenbetreuung an, führt über die Medien, die Läufer und sie kann in der Sicherheit auf die besten Bergführer der Welt zurückgreifen. Das Team ist eingespielt und wird jedes Jahr durch junge Sportler erweitert, die in sorgfältig in die Organisation eingeführt werden. So ist auch für Nachwuchs gesorgt.

Mindestens drei Personen könnten jede Stelle mit dem Wissen und Können besetzen. Wenn man dazu den gesamten Polizeiapparat zur Verfügung hat und zudem während der Veranstaltung auf einen riesigen Hotelkomplex mit totaler Infrastruktur zurückgreifen. Klar, man wäre auch bereit für die doppelte Anzahl von Läufern, die Anmeldungen wären da, doch aus Umweltschutzgründen hat man sich mit dem Departement auf diese momentane Grösse geeinigt.

So profitieren beide und die Politik sieht sich in Chamonix gerne im Mittelpunkt. Das jedes Jahr ein Staatsminister beim Start anwesend ist zeit, was für einen Stellenwert die Veranstaltung rund um den Ultra Trail hat. Neidisch blicken sie alle nach Chamonix, sehen und wissen aber meistens nicht, was bei dieser Veranstaltung dahinter steckt.

Marcel Krebs

Update: Auch dieses Jahr gibt es wieder Wetterpech am Mont-Blanc. Der Start des UTMB wurde auf 2330 verschoben. Somit verschiebt sich alles um gut 5 Stunden nach hinten. Damit nicht bei Dunkelheit, die schwierigen Passagen des Grand Col Ferret und des Bovin genommen werden müssen haben die Organisatoren rasch geschaltet. Dieses Jahr sind verschiedene Ausweichrouten vorhanden. An der Länge und den Höhenmetern wird sich nichts ändern, da der Ultra Trail seine Orginalroute belaufen wird.

Wetterbericht

Eine Kaltfront mit Schneefall wird über den Mont-Blanc ziehen. Schneefälle bis auf 1500m sind vorausgesagt. Dazu werden stürmische und orkanartige Winde erwartet (150km). Der UTMB wird aber bis am Schluss (Argentiere-Chamonix) auf der Originalroute verlaufen. Das Thermometer soll um 20° fallen.

Die neuen Durchgangszeiten der Ersten:

Start in Chamonix Mont-Blanc 2330
Notre Damm de la Gorge 0130
Courmayeur 0802 Samstag Morgen
La Foly 1228
Champex 1409
Bovin 1536
Trient 1614
Catogne 1718
Vallorcine 1746
Col de Montets 1818
dann folgt direkte Route über Argentiere-Chamonix im Tal. Zielankunft 1930 Samstagabend

Update 1945

Es sieht nicht gut aus mit dem Wetter. Der Nebel hat vom Mont-Blanc bereits Chamonix erreicht und hült alles in weiss. Wenn das nur gut geht.

Zwischenstand CCC in Vallo

1. Emanuel Cault 2. Adam Campbell 21.00 Minuten Rückstand 3. Nikolaos KALOFYRIS 37.00 Minuten Rückstand

Rangliste

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Mit einigen Schwierigkeiten konnte Julius Cäsar verpflichtet werden.

Noch guten Mutes. Bei km 1.

Fans wohin das Auge reicht.

Gewusst, dass es so harte Hausfrauen gibt?

Belgien lässt grüssen. Wer so lacht, ist ein Winner!

Der erste Kilometer hatte nach einer 500m langen Abfahrt bereits einen Aufstieg mit 10 Steigungsprozenten.

Ob die Beiden am Schluss auch noch an der Spitze laufen? Hier jedenfalls nach knapp einem Kilometer kamen sie bereits mit 20 Sekunden Vorsprung.

Ein Start wie im Bilderbuch. Diesmal in drei Gruppen.

Auf geht's und zwar happig!

Courmayeur ist auf den Beinen.

 

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