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03. Januar 2011, 07:27
Unser Bewusstsein
Der Draht zu unserem Körper - Das grosse Problem sind unsere Trainer
Die meisten oder viele Trainer und Techniklehrer zwingen uns ein allgemeingültiges Konzept auf. So eine Durchschnitts-suppe. In ihrer Ausbildung haben sie nichts anderes gelernt und darum kann man ihnen auch nicht mal böse sein. Gemeinsame Konzepte und Rezepte können nun mal nicht gut sein, denn unser Körper ist ein rein individuelles Ding. Schauen sie bw. mal einem Fussballclub beim Training zu, sie werden wenig Lachen, wenig Freude - meistens unbewegliche Masken sehen. Daher auch die grosse Verletzungsanfälligkeit. Solche Spieler haben keinen bewussten Zugang zu ihrem Körper und können auch kein optimales Errergunsniveau erreichen. Das gleiche Bild können wir in in vielen Leichtathletikclubs und Vereinen sehen. Und dann fragen wir uns, wieso wir keinen guten Nachwuchs haben. Bei solchem Training kommt der Körper nicht mehr zu Wort, er kann sich nicht mehr entfalten und in natürlicher Weise bewegen, sondern er wird von konfusen Trainingsprogrammen gesteuert, denn nur so kann er den Befehlen des Kopfes folgen. Dies ist mit auch ein Grund, dass viele junge Sportler ihren Sport an den Nagel hängen, weil sie ganz einfach keinen Bezug mehr zu ihrem Bewusstsein und ihrem eigenen Körper haben.
Brüttisellen, 3.1.11 Red. (mk) Wir brauchen gute Verbindung zu unserem Körper um in unserem Sport längerfristig Erfolge feiern zu können und um unsere Verletzungsgefahr minim zu halten.
Wir müssen:
. unserem Körper vertrauen lernen
. eine eigene Sprache entwickeln um unseren Körper auch verstehen zu können.
. wissen, wie wir die maximalen Ressourcen unseres Körpers entwickeln können.
. Verspannungen und Verkrampfungen frühzeitig erkennen zu können oder sie gar nicht aufkommen zu lassen.
. auf unseren Körper hören und die Informationen in uns nützen
. lernen unsere Physiologie zum positiven zu ändern, wenn wir in einem Tief sind.
. unserem Gegner nicht durch unseren depressiven und niedergeschlagenen Eindruck einen Vorteil zu verschaffen.
. unseren sportlichen Gegner durch unser gefestigtes und selbstsicheres Auftreten unsicher zu machen.
. als Mensch echt und stimmig zu wirken.
. bewusster werden.
Moshe Feldenkrais der berühmte Körper Therapeut hat Grundlagen für seine Arbeit entwickelt die mehr als interessant sind:
. Die Bewegungsmöglichkeit des Körpers darf nicht durch die Muskulatur beschränkt sein.
. Die Bewegungsmöglichkeit muss ihre Grenze erst an den Eischränkungen finden, die das Skelett vorgibt.
Wir kommen vielfach zu Überbelastungen unseres Körpers, weil unsere Bewegungen nicht vollkommen ausgereift sind. Unnatürliche Bewegungsabfolgen stören unseren gesamten Organismus. Darum sollte jede Bewegung behutsam und bequem ausgeführt werden. Die Grenze ist der Punkt wo man eine leichte Spannung oder ein Ziehen spürt. Wenn Sie sich das verinnerlichen und immer knapp unter diesem Punkt trainieren, werden sie die grösste Leistungssteigerung haben. Bedingung ist dabei aber, dass Sie sich die Übungen Kinästhetisch durchdenken und mit dem Gefühlssinn steuern.
Sie müssen sich bei Ihren Trainingsübungen langsam genug bewegen, damit Hirn, dass die Bewegungen steuert - Schritt hält mit ihrem Tun. Was Sie im Training tun muss angenehm sein, wenn Sie lernen und etwas verändern wollen. Wenn Sie müde und unruhig werden, ist es Zeit aufzuhören.
Diese Grundsätze stammen von Moshe Feldenkrais, der ein weltweites Bewegungsverhalten damit ausgelöst hat. Leider haben die meisten Trainer noch nie was davon gehört oder wollen lieber mit Zucht und Drill zum Erfolg kommen.
Wir werden jetzt in Abständen die Lehre von Moshe Feldenkrais üben und unserem Körper dabei eine Wohltat vermitteln, die er uns mit grosser Leistungsrückgabe danken wird.
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