Donnerstag, 24. Mai 2012, 06:23:47 Uhr

05. August 2010, 13:10

Jasmin Nunige gewinnt zum dritten Mal den Swiss Alpine Marathon

Sie wird nicht älter - nein, sie wird immer jünger. Die bildhübsche Jasmine Nunige aus Davos gewinnt heute zum dritten Mal in einer fantastischen Bestzeit von 6:39:25 den prestigträchtigen Swiss Alpine Marathon. Nunige ging das Rennen im Gegensatz zur Kronfavoriten Lizzy Hawker eher bedächtig an und drehte dann nach und nach auf. Im Aufstieg nach Bergün überholte sie die Engländerin und liess von da an nicht mehr an ihrem Sieg zweifeln. Eine überglückliche Jasmine Nunige freute sich im Ziel so sehr, als hätte sie eine weitere Olympiamedaille gewonnen. Die von ihrem Ehemann trainierte Bündnerin läuft im Moment zur Form ihres Lebens auf. Bei den Herren siegte bereits zum vierten Mal der Schwede Jonas Buud.***Eine Reportage von Sport-heute.ch Text und Fotos Marcel und Andrea Krebs. Weitere Veröffentlichung auch Auszugsweise unterliegen dem Copyright und der Einwilligung von Sport-heute.ch**** http://www.seiseralm.it Eine Sport-heute.ch Reportage in Zusammenarbeit mit Seiser Alm Tourismus.

Davos, 31.7.10 - mk/ak (mk) Ein Bilderbuchtag wie es ihn selten gibt. Der Swiss Alpin Marathon durfte zum Jubiläum einer der schönsten Tage des Jahres begrüssen. Und nicht nur das! Sage und schreibe 5900 Startmeldungen sind eingegangen. Davon alleine 1601 bei der Königsdisziplin des K78. Mit allem diesem Positivum war es nur noch eine Frage der Zeit, dass auch noch die Lokalmatadorin aus Davos das Pünktchen auf das I setzen würde. Sie tat es auch und zwar ganz eindrücklich. Jasmin Nunige gewann die K78 Prüfung mit einer sensationellen Zeit von 6 Stunden und 39 Minuten. Nunige begeisterte nicht nur die Zuschauer am Wegesrand sondern auch OK Präsident Andrea Tuffli, der förmlich aus dem Häuschen war und buchstäblich zu den grössten Fans seines Davoser Idols wurde.

Jasmin, Jasmin noch einmal Das Interview

Bis es aber soweit war, musste Jasmin viele Tiefs überwinden und sich eisern an die
Marschtabelle ihres Trainers und Ehemannes halten. So lief sie, wie sie sagte die ersten Kilometer in ihrem eigenen Rythmus und liess sich nicht von der Favoritin Lizzy Hawker aus der Reserve locken. Hawker ging nämlich gleich zu beginn ein horrendes Tempo an und lief mitten im Männerspitzenfeld. Nach und nach machte Jasmin Boden gut und Ausgangs Filisur in der Steigung nach Bergün hinauf war es dann soweit. „Ich sah sie vor mir und zog ganz einfach in meinem Tempo an ihr vorbei.“ Sie sei aber eher ihren Rythmus gelaufen, als dass sie gross attackierte – meinte Nunige am Ziel. „Es lief mir immer besser und ich „flog“ förmlich zur Keschhütte hinauf.“ Sie meinte aber auch, dass sie nach der Keschhütte Tempo wegnahm und sich ersteinmal erholte. Der Vorsprung von Nunige gegenüber Hawker war oben bei der Keschhütte über neun Minuten.

Mit einem Rückstand von rund vier Minuten lief überraschend die zweite Schweizerin, die Vermenserin mit Tschechischen Wurzeln Maja Meneghin-Pliska übers Zielband. Meneghin kämpfte sich Kilometer um Kilometer nach vorne kämpfte und auch Lizzy Hawker überholte und den Rückstand auf die Siegerin am Schluss noch bis auf 4.23 verringern konnte. Auch Maja Meneghin sprach von einem Tag wo einfach alles gestimmt hat. Der Tag X war genau heute perfekt.

Jonas Buud und der erstaunte Thomas Lorblanchet (FRA)

Jonas Buud hatte für einmal namhafte Konkurrenz bekommen. Mit dem Longdistanz Weltmeister aus Frankreich Thomas Lorblanchet war ein weiterer Kronfavorit am Start. So klagte Buud auch über das hohe Starttempo, dass gleich nach dem Startschuss angeschlagen wurde. „Ich überlegte mir noch, gehst du da mit oder nicht? Ich entschied mich dann doch fürs Erstere, war doch mit Thomas einer der besten alpinen Läufer am Start und einen Rückstand auf den Franzosen aufzuholen, wäre nicht mehr möglich gewesen.“ So bildete sich schon auf dem ersten Kilometer eine Spitzengruppe, die sich schon bereits nach Kilometer zwei bis auf die vier- fünf Favoriten verkleinerte.

Thomas Lorblanchet aus Frankreich als grosser Animator

Der amtierende Weltmeister auf der Langdistanz Thomas Lorblanchet kam mit dem gesamten französichen Longdistanzteam nach Davos. Grund war, dass dieses Jahr keine WM ausgetragen wird und somit für mehr Läufe Zeit blieb. Ein viel grösseres Problem als mit seinen drei Begleitern in der Spitzengruppe hatte Lorblanchet „mit den vielen Läufern vor ihm“! „Ich dachte mich frisst ein Affe! Ich kämpfte und kämpfte und immer waren wieder Läufer vor mir. Zuerst dachte ich, ich laufe eine falsche Strecke, bis ich es dann hinauf nach Bergün wissen wollte und nocheinmal richtig Dampf gab. Es nützte aber herzlich wenig, immer noch sah ich Läufer vor mir. (Man konnte um sechs Uhr starten, was sich als Schnappsidee herausstellte)So konnte ich im entscheidenden Moment hinauf zur Keschhütte Jonas nicht mehr folgen, weil ich ganz einfach meine Kräfte einteilen musste. Das Durcheinander hat mich wirklich irritiert. Ich musss aber sagen Jonas ist ein excellenter Läufer!“

Jonas Buud zum Vierten

Vier Mal in Serie hat Jonas Buud nun den Swiss Alpine Marathon nun gewonnen. Dieses Jahr hat er sogar mit 5:49 einen persönlichen Rekord aufgestellt. Über eine Viertelstunde hat er dabei seinem schärfsten Kontrahenten Thomas Lorblanchet herausgeholt. Der Schweizer Jean-Yves Rey konnte nicht ganz an sein letztjähriges Resultat anschliessen, kam aber immerhin noch als Dritter aufs Podest. Der Rückstand auf den Sieger mit fast zwanzig Minuten war aber deutlich. Gion-Andrea Bund der ehemalige Langlaufstar zeigte wieder mit seinem zehnten Rang ein Glanzresultat. Vor ihm konnte sich noch Thomas Engeli aus Scharans als bester Schweizer platzieren.

Mit der Jubiläumsveranstaltung konnte heute Davos und damit der Swiss Alpine Marathon glänzen. Keine grössere Zwischenfälle wie auch der Rennarzt bestätigte zeigten, dass heute praktisch nur noch vollkommene Athleten an den Start kommen. Mit der unvergleichlichen Berglandschaft rund um Davos faszinierte der Swiss Alpine erneut. Davos ist eine Marathonreise wert!

Für Sport-heute.ch aus Davos Andrea und Marcel Krebs. Alle Copyrights inkl. Texte und Fotos by Sport-heute.ch Marcel Krebs. Vervielfältigung, Setzung zum professionellen Gebrauch ist nicht gestattet. Eine Sport-heute.ch Reportage in Zusammenarbeit mit Seiser Alm Tourismus.

Rangliste

Männer:
1. Jonas Buud (SWE) 5:49:11.
2. Thomas Lorblanchet (FRA) 15:24 zurück.
3. Jean-Yves Rey (Crans-Montana) 19:48.
4. Johan Oosthuizen (RSA) 25:44.
5. Bruno Heuberger (St. Margrethen TG) 27:44.
6. Matthias Dippacher (GER) 30:27.
7. Beat Ritter (Pontresina) 31:10.
8. Csaba Nemeth (HUN) 37:58.
9. Thomas Engeli (Scharans) 51:01.
10. Gion-Andrea Bundi 54: 07.

Kennen Sie die Seiser Alm? Im nächsten Jahr mit dem Ultra Marathon im Juli 2011! Sport-heute.ch hat die Strecken getestet - Prädikat Hervorragend - Wundervoll - Traumhaft!

Frauen:
1. Jasmin Nunige (Davos) 6:39:25.
2. Maja Meneghin-Pliska (Vermens) 4:23 zurück.
3. Corinne Zeller (Weissenburg) 4:58.
4. Gloria Vinstedt (SWE) 39:51.
5. Denise Zimmermann (Mels) 44:22.

Gesamte Rangliste Swiss Alpine Marathon 2010 (Pdf, 1221 kB)
 

Leserkommentare (0) »

Vollblut Amateur Delavy Dominique aus Brüttisellen, läuft am Jubiläums Alpine heute das Erstemal in die Top 35 und damit mitten ins Elitefeld. Hinten sieht man den Pochabellagletscher mit dem ewigen Eis.

Zum vierten Mal gewinnt der Schwede Jonas Buud den Alpine Marathon. Kennen Sie die Seiser Alm

Langdistanz Ultra Weltmeister Thomas Lorblanchet aus Frankreich wird Zweiter. Mich nervte im Aufstieg nach Bergün das vor mir laufende Feld. Ich dachte ich müsste die noch alle überholen. Dass diese Leute bereits zwei Stunden vorher um sechs Uhr gestartet sind, habe ich erst nachträglich erfahren. So forcierte ich hinauf nach Bergün wie ein Wilder und konnte im anschliessenden Aufstieg nach der Keschhütte Jonas Buud nicht mehr folgen. Jonas ist aber ein wahnsinns Läufer. und Olympiasieger trainieren auf der Seiser Alm

Der Schweizer Jean Yves Rey wurde hervorragender Dritter. Seine Vorbereitung am Swiss Alpine galt auch eher dem kommenden Ultra Trail in Chamonix.

Am Swiss Alpine hilft die ganze Familie mit.

Heute war Tag X - Einfach alles hat gestimmt. "Jasmine Nunige" Hier wird sie Eingangs Bergün von ihrem Trainer und Ehemann betreut und mit neuesten Infos versorgt. Der Runningpark auf der Seiser Alm

Nicht alle haben's eilig!

Der Swiss Alpine Marathon ist international. Läufer aus über 60 Nationen wie dieser bw. aus Japan, kämpfen am Piz Kesch um Ruhm und Ehre.

Swiss Alpine Marathon heisst auch Natur und Pferde.

Swiss Alpine Marathon bezaubert mit einzigartigen Berglandschaften.

 

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