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24. Februar 2010, 20:50
Premiere des Snow Run mit Weltneuheit und Prominenz
Der Swiss Snow Walking Event in Engelberg wird mit einem Snow Run ergänzt, und die beiden Veranstaltungen treten neu unter der Bezeichnung Swiss Snow Walk & Run auf. Die mit einer Weltneuheit verbundene Laufpremiere beehren am 6. März mehrere Prominente.
24.2.2010 Brüttisellen (mk) Von Anita Fuchs
Beim Swiss Snow Walk & Run, der erstmals auf der anderen Talseite Richtung Titlis durchgeführt wird, stehen den (Nordic-)Walkern und den erstmals zugelassenen (Schneeschuh-)-Läufern drei unterschiedlich anspruchsvolle Strecken zur Auswahl. Die kürzeste, die Short Snow Distance, misst 6,5 Kilometer und umfasst 140 Höhenmeter. Die Long Snow Distance – so heisst der mittlere, bis zur Gerschnialp führende Kurs – ist zwölf Kilometer lang und beinhaltet 260 Höhenmeter.
Mit der Gondelbahn hinunter
Die Königsstrecke, die Crazy Snow Distance, entspricht der klassischen Halbmarathon-Distanz von 21,1 Kilometern. Dabei sind nicht weniger als 800 Höhenmeter zu meistern. Als Kulminationspunkt gilt der Trübsee (1800 m ü.M.), welchen die Walker und Läufer nach 15,5 Kilometern erreichen. Anschliessend kommt es mit einer in den Bewerb integrierten Gondelfahrt bis zur Gerschnialp (1262 m ü.M.) zu einer vermeintlichen Weltneuheit. „Vom Trübsee gibt es nur einen Weg nach unten, und diesen benutzen wir bereits beim Aufstieg. Mit der Gondelfahrt können wir ein Kreuzen der Läufer verhindern“, erklärt OK-Präsident Mattias Grond.
Getränke und Wolldecke
Dass die Gondelfahrt für den Laufrhythmus nicht ideal ist, sei ihm und seinen Kollegen vom Organisationsteam bewusst, so Grond. Da es sich aber um kleine Gondeln handle, gebe es für niemanden eine Wartezeit. Zudem würden sie bei deren Einstieg einen Verpflegungsposten einrichten – das heisst, die Teilnehmer können während der Fahrt etwas trinken und sich gleichzeitig mit einer von den Veranstaltern abgegebenen Wolldecke warm halten. Auf der Gerschnialp verlassen die Walker und Läufer die Gondel und nehmen die verbleibenden, vorwiegend abwärts oder geradeaus führenden 5,5 Kilometer unter die Füsse.
Reithebuch, Röthlin und Leutenegger
Durch die Integration des Snow Run heisst der vormalige Swiss Snow Walking Event bei seiner dritten Austragung Swiss Snow Walk & Run. Zugegen sind dabei mehrere Prominente. Zum einen der amtierende Mister Schweiz André Reithebuch, der als Läufer die Long Snow Distance zurücklegen wird. Zum anderen Viktor Röthlin, der am frühen Morgen des 6. März von einem Trainingslager in Kenia zurückkehren und gleich nach Engelberg an den Swiss Snow Walk & Run weiter reisen wird. Die Prominenz vervollständigen der Rad-Bahnspezialist Bruno Risi und Hans „Hausi“ Leutenegger, seines Zeichens ehemaliger Bobfahrer, Unternehmer und Schauspieler. Vor Ort sind überdies einige lokale Politgrössen.
Bahnfahrt zu reduziertem Preis
Wer sich den als einzigartiges Erlebnis gepriesenen Swiss Snow Walk & Run nicht entgehen lassen möchte, sollte sich bis am 15. (Poststempel) beziehungsweise 17. Februar (Online) anmelden. Das Startgeld beträgt je nach Distanz 45, 50 oder 55 Franken. In diesen Beträgen eingeschlossen ist ein SBB- oder Zentralbahn-Billett zum halben Preis; Inhaber des Halbtax-Abonnements erhalten sogar eine Reduktion von 75 Prozent. Des Weiteren kommen die Teilnehmer am Veranstaltungstag in den Genuss einer kostenlosen Fahrt von Engelberg zum Trübsee und zurück. Hiefür muss einzig die Startnummer am Ticketschalter der Titlisbahn gezeigt werden.
Informationen und Anmeldungen unter www.swisssnowwalking.ch und www.snowrun.ch
Gesundheitsforum (
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„Die drei Strecken führen durch eine reizvolle Gegend“***** Eine gute Organisation und eine idyllische Landschaft – diese beiden Aspekte zeichnen laut Frédéric Füssenich, Geschäftsführer bei Engelberg-Titlis Tourismus AG, den dritten Swiss Snow Walk & Run (SSWR) vom 6. März aus. Mit Frédéric Füssenich sprach Anita Fuchs Bei der dritten Austragung der Veranstaltung sind erstmals Läufer zugelassen. Vertragen sich diese mit den Walkern? Frédéric Füssenich: Ich denke schon. Mit Sicherheit behindern sich die Läufer und Walker nicht. Denn sie werden nicht mittels eines Massenstarts, sondern getrennt und in mehreren Blöcken auf die drei verschieden langen Strecken geschickt. Sie sprechen aus Erfahrung: Anfang Januar nahmen Sie einen Augenschein bei der gleichnamigen Veranstaltung in Arosa. Mit welchen Eindrücken kehrten Sie nach Hause zurück? Frédéric Füssenich: Mit überaus positiven. Der Anlass war sehr gut organisiert, was selbstverständlich auch in Engelberg der Fall sein wird. Zudem sind die Strecken in Arosa, die keine extremen Steigungen umfassen, wunderschön. Nicht zuletzt ermöglichte mir der SSWR im Bündnerland ein geniales Naturerlebnis. Arosa wie auch Engelberg sind für einen solchen Event prädestiniert, denn beide Tourismusorte umfassen sowohl für Walker als auch für Läufer ein beachtliches Angebot. In Arosa absolvierten Sie zusammen mit dem dortigen Tourismusdirektor Pascal Jenny die zwölf Kilometer messende Langstrecke. Wurden Sie genügend gefordert? Frédéric Füssenich: Ja. Zwölf Kilometer auf Schnee, die mit immerhin 310 Höhenmetern gespickt sind, stellen eine echte Herausforderung dar. Pascal Jenny und ich legten die Strecke keineswegs ambitiös zurück; auf Flachstücken und in Abwärtspassagen unterhielten wir uns ausführlich und informierten uns gegenseitig über Aktuelles am eigenen Tourismusort. Der Anlass war für mich also nicht nur schön, sondern auch sehr interessant. Weshalb beteiligten Sie sich aktiv an der Veranstaltung? Frédéric Füssenich: Ich gehe gerne und viel laufen. Von daher habe ich auch persönlich viel Freude am SSWR. Schnüren Sie die Laufschuhe auch in Engelberg? Frédéric Füssenich: Selbstverständlich. Wie in Arosa absolviere ich die zwölf Kilometer lange Strecke. Diese Distanz ist für mich ideal, weil ich mich nicht allzu stark verausgaben muss. Neben dem Running-Bewerb gibt es heuer eine weitere Neuerung: Die drei Strecken verlaufen auf der anderen Talseite Richtung Titlis. Was erhoffen Sie sich von dieser Modifikation? Frédéric Füssenich: Die Titlisseite ist die schneesicherere Talseite. Es könnte durchaus sein, dass auf der gegenüberliegenden Talseite Anfang März kein Schnee mehr liegt – was ja bei der Premiere vor zwei Jahren der Fall war. Die Crazy Snow Distance, wie die 21,1 Kilometer führende Königsdistanz heisst, führt bis zum Trübsee. Beim höchsten Punkt der Strecke besteigen die Walker und Läufer die Gondel, welche sie bis zur Gerschnialp führt. Was meinen Sie zu dieser integrierten Fahrt? Frédéric Füssenich: Dies zum jetzigen Zeitpunkt zu beurteilen, fällt mir schwer. Ich bin gespannt, wie sie die Walker und Läufer erleben. Die einen werden sie nutzen, um Kraft für die abschliessenden fünfeinhalb Kilometer zu tanken. Die anderen fühlen sich dadurch möglicherweise im Rhythmus gestört. Je nachdem wie die Rückmeldungen ausfallen, müssen wir für die Zukunft vielleicht eine andere Lösung suchen. Wie beurteilen Sie den Schwierigkeitsgrad der drei Strecken? Frédéric Füssenich: Weil drei unterschiedlich anspruchsvolle Distanzen zur Auswahl stehen, kommen sämtliche Bewegungsfreudigen auf ihre Kosten. Ausserdem führen die drei Strecken durch eine reizvolle Gegend. Die mittlere und die längste Distanz beinhalten einen anforderungsreichen ersten Aufstieg, dafür werden sie auf der Gerschnialp mit einer Traumlandschaft belohnt. Ich würde sagen, dass sie etwas vom Schönsten ist, was Engelberg zu bieten hat. Dasselbe trifft auf die Umgebung des Trübsees zu; wer auf dem Kulminationspunkt der Strecke ankommt, gelangt in den Genuss eines wunderschönen Blicks aufs idyllische Panorama und den markanten Titlis. Gibt es in und um Engelberg mehr Walker seit der Premiere des SSWR im Jahre 2008? Frédéric Füssenich: Dies kann ich nicht beurteilen, weil Walker und Läufer kein Billett kaufen müssen. Ich kann aber sagen, dass das Bedürfnis nach Winterwanderwegen gross ist. Dies wohl nicht zuletzt wegen der einmaligen Naturlandschaft. Ich hoffe, dass Walker und Läufer vermehrt auch ausserhalb des SSWR einen oder mehrere Tage in Engelberg verbringen. In diesem Zusammenhang bietet uns der Anlass eine willkommene Chance, uns international auf diesem Segment bemerkbar zu machen.


