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03. Januar 2010, 12:54
Auf leichten Füssen ins neue Jahr
Der Neujahrsmarathon von Zürich
Neblig, Trüb und schäumendes Wasser in der Limmat. Die Läufer des diesjährigen Neujahrmarathons in der Limmatstadt fanden ideale Laufbedingungen vor. Wie geisterhafte Silhuetten, huschten sie den Wegen der Limmat entlang - als seien sie verfolgt von einem Geist - dem Geist des Nebels und des Lichts. Sport-Heute.ch geisterte die ganze Nacht durchs Limmattal. Die Reportage morgen im Marathon Magazin. (Alle Fotos Marcel und Andrea Krebs)
Schlieren, 1.1.2010 (mk) Die Stadt Schlieren liegt am Stadtrand der Grossmetropole Zürich. Die Gegensätze in der Kleinstadt könnten allerdings nicht grösser sein. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung ist gross. Serben, Türken, Kosovaken sind um nur einige der Bevölkerungsschwerpunkte zu nennen die meistvertretenden Menschengruppen. Die Armut ist ebenfalls überdurchschnittlich hoch in Schlieren - die Kriminalität ebenfalls. Doch an der Hauptverkehrsachse, die genau von Zürich durch Altstetten und Schlieren läuft, haben sich die renomiertesten Automarken ihren Hauptsitz gesichert. Ebenfalls stehen links und rechts der Strasse die grössten Auto-Occassionscenter der Schweiz. Die Post hat in Schlieren ihr Verteilerzentrum und die NZZ (Neue Zürcher Nachrichten) ihre riesige Druckerei. Das ist aber auch schon alles. Kulturell hat Schlieren sonst nicht viel zu bieten.
In der Dunkelheit des Limmatdeltas, wo die Limmat wegen der vielen Regenfälle Hochwasser führte, hatten die Laufbegeisterten auf ihren Runden immer das Rauschen der wilden Limmatwasser in den Ohren. Zu sehen gab's nicht viel - vielleicht hin und wieder die Sprayerkunst, die von den Brückenpfeilern in Zeichnungen und mit politischen Sprüchen grüsste. Dunkelheit hüllte die Läufer per sofort wieder ein. Dazwischen mussten die Athleten aber auch Nebelbänke durchdringen, die die Sicht aufs Minium beschränkten. Das Laufvergnügen muss dennoch hoch gewesen sein - die Freud über den gelungenen Laufstart 2010 war nicht zu verdecken und zeigte sich als Resultat auf den vielen Hundert freudigen Gesichtern auch nach Zielschluss.
Start und Zielsieg vom Deutschen Dirk Joos
Gleich ein dreifacher Deutscher Triumph und somit Weltbestzeiten, gab es für Joos, Veith und Widmer. Die drei lagen allerdings weit auseinander und hatten schon nach 10km ihre Plätze auf sicher.
Astrid Müller-Amstad holt die Kastanien für die Schweiz aus dem Feuer
Astrid Müller-Amstad gewann gut eine Minute vor Rosa Moreira und fast acht Minuten vor der letztjährigen Siegerin Andrea Huser.
Rangliste Marathon
1. Joos Dirk, 1980, D-Friedrichshafen 2:47.08,6 (15)
2. Veith Dietmar, 1968, D-Dettingen 2:53.40,3 (214)
3. Widmer Richard, 1982, D-Zwiefalten 3:02.27,9 (128)
Overall Frauen
1. Müller-Amstad Astrid, 1972, Grafstal 3:15.20,7 (2)
2. Moreira Rosa, 1967, Obfelden 3:16.57,3 (3)
3. Huser Andrea, 1973, Aeschlen ob Gunten 3:23.52,2 (1)
Overall Halbmarathon Männer
1. Mouriaux Franck, 1971, Glattbrugg 1:19.24,2 (511)
2. Stoffel Richard, 1968, Zürich 1:19.42,2 (512)
3. Bouzon Daniel, 1972, Yverdon-les-Bains 1:20.02,4 (738)
Overall Halbmarathon Frauen
1. Bouquet Christiane, 1963, Ste-Croix 1:30.18,9 (501)
2. Fröhlich Nicole, 1987, Zürich 1:30.55,6 (503)
3. Roeter Esther, 1980, Zürich 1:33.33,1 (502)
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