Mittwoch, 22. Mai 2013, 01:05:59 Uhr

02. Oktober 2008, 00:39

Tesfaye Eticha - Le Grande!

Der Genfmarathon erlebt eine Renaissance!

Der Aethiopier und fast Genfer Tesfaye Eticha gewinnt zum vierten Mal in Reihenfolge den Genfmarathon. Eticha lief ein sehr kluges Rennen. Er hielt sich auf den ersten 20 Kilometern zurück, lief sein Tempo und konnte schlussendlich im entscheidenden Momet, als schon niemand mehr an ihn glaubte - zusetzen. Mit über einer Minute Vorsprung lief er einen überragenden Genfmarathon.

Geneve (mk) Fotos Andrea und Marcel Krebs Text Marcel Krebs

Genf präsentierte dieses Jahr seinen Städte Marathon im Oktober. Aus Gründen von anderen Sportveranstaltungen im Mai, musste dieses ungünstige Datum (Berlin Marathon und weitere Städtemarathons) ausgewählt werden. Trotzdem fanden sich in der Kategorie Marathon gegen achthundert Startende ein, während dem neuen Trend gemäss auf der Halbmarathondistanz ein unglaublicher Zuwachs zu verzeichnen war. Insgesamt gegen Viertausend Läuferinnen und Läufer nahmen am Higlight der Genfer Rennsaison teil.

Tesfaye Eticha Monsieur Le Grande!

Man wusste um die Stärke des Aethiopiers. Man wusste auch, dass Eticha den Genfmarathon bereits dreimal gewonnen hatte. "Ein schlauer alter Fuchs" mit viel Pace! So lief dann auch das Rennen, ganz nach dem Geschmack von Eticha. Kaum zwei Kilometer waren zurückgelegt, da wurde auch schon kräftig attackiert. Der 27-jährige Marathonläufer Berhe Zeremariam aus Kenia, war der eigentliche Animator des grossartigen Rennens. Der Kenianer attackierte einfach, indem er das Tempo hochschraubte und so die siebenköpfige Spitzengruppe die sich nach dem Start gebildet hatte zu sprengen. Übrig blieben - Eticha, Muia und der attackierende Zeremariam und Peter Muthama der aber bereits am Limit lief und später Tribut zollen musste und die beiden vorherigen Begleiter, Sebastien Charnay Frankreich und Adrian Marriot, auf den letzten 10 Kilometern an sich vorüberziehen lassen musste.

Eticha mit Übersicht und Erfahrung

Tesfaye Eticha setze seine langjährige Marathonerfahrung voll ein. Er liess sich weder provozieren noch zur Führungsarbeit animieren. Im Gegenteil, er spielte lange eine "Ich kann nicht mehr" Rolle, liess sich zurückfallen und abschreiben. Doch im Entscheidenden Moment auf dem Rückweg nach Genf, hängte er den kurz Führenden für den LC Uster laufenden Philipp Muia ab und nahm ihm auf den letzten 6 Kilometern noch eine Minute ab.

Ein Lauffest der Freude - des Stolzes und der Hoffnung

Der diesjährige Genf Marathon war ein wirkliches Lauffest der Freude. Stolz dürfen die Organisatoren auf das Gelingen auf der neuen attraktiven Strecke sein. Hoffnung dürfen Sie auf volle Startbücher im nächsten Jahr haben. Geborgen unter tausenden von Zuschauern, bietet der Genf Marathon ein grosses familiäres Publikum, dass alle Läufer auf der wunderschönen Rundstrecke durch Genf anfeuern. Der Genf Marathon hat nicht nur einen grossartigen Sieger, der Genf Marathon ist auch ein grossartiger Lauf.



Resultate

1. Tesfaye Eticha, 1974, Châtelaine 2:14.23,1 (1)
2. Muia Philipp, 1982, KEN-72MASII Kenya 2:15.36,8 (12)
3. Zeremariam Berhe, 1980, KEN 2:17.33,8 (13)

Alle Resultate

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