Donnerstag, 24. Mai 2012, 01:22:52 Uhr

10. November 2009, 13:21

75-Jahr-Jubiläum für den "Frauenfelder Militärwettmarsch"

Der Frauenfelder Marathon

Am Sonntag, 15. November, wird um 10 Uhr per Kanonenschuss auf dem Frauenfelder Marktplatz ein Jubiläumsanlass gestartet: Bereits zum 75. Mal findet der Militärwettmarsch statt, der von Frauenfeld nach Wil und zurück die Marthondistanz abdeckt. Männer wie Frauen wagen sich in Uniform auf die Strecke und auch bei den ausländischen Gästen ist der Anlass sehr beliebt.

Brüttisellen, 5.11.09 (mk) "Wir wollen auch mit der 75. Austragung des Militärwettmarschs am Bewährten festhalten", erläutert der Präsident des Organisationskomitees, Rolf Studer. "Der Waffenlauf geniesst im Thurgau noch immer eine starke Tradition."

Auch der Frauenfelder Militärwettmarsch fing einmal klein an: Als im Februar 1934 im "Falken" in Frauenfeld eine erste orientierende Versammlung stattfand, an der über einen Militärwettmarsch orientiert wurde – und der damalige Kommandant des Thurgauer Füsilierbataillons 73 zum OK-Präsidenten gewählt wurde – hätte wohl niemand erwartet, dass dieser Anlass bis ins nächste Jahrhundert Bestand haben sollte. Aber die Treue vieler Läufer und die Ausweitung auf weitere Kategorien haben es ermöglicht: Am Sonntag, 15. November 2009, wird der schweizweit bekannte und auch international geschätzte "Frauenfelder" bereits zum 75. Mal durchgeführt.

In den vergangenen Jahrzehnten haben die Organisatoren gespürt, dass die Teilnahme an ausserdienstlichen Tätigkeiten bei vielen Wehrmännern nicht mehr so gross geschrieben wird, wie noch vor fünfzig Jahren. Die Ausweitung auf weitere Kategorien half den Organisatoren aber dabei, die Teilnehmerzahl doch immer hoch zu halten. Seit fünfundzwanzig Jahren setzt man deshalb, neben dem militärisch-traditionellen Standbein, auch auf zivile Teilnehmer: Der Juniorenlauf ergänzte als erstes die militärische Disziplin und kann dieses Jahr auch bereits sein 25. Jubiläum feiern. Halbmarathon und Marathon bringen seit zehn Jahren zusätzliche Läufer.

Von Frauenfeld über Wil nach Frauenfeld
Beim traditionellen "König der Waffenläufe", der über die Marathonstrecke führt, ist die Strecke seit Jahren die gleiche, nachdem im ersten Jahr die Route ab Frauenfeld über den Stelzenhof (Ottenberg) führte und darauf zweimal nach Winterthur. Im Buch "50. Frauenfelder – 18. November 1984" schreiben Jean Huber, Teilnehmer der ersten "Frauenfelder", und Felix Rutishauser, 1984 OK-Mitglied und Initiant des Buches, dazu: "Schliesslich fand das Organisationskomitee die ideale Lösung. Der 'Frauenfelder' sollte auf Nebenwegen nach Wil und zurück führen. Meist ging es durch Felder und Wälder, nur selten über Hauptstrassen. Mit ihren verschiedenen Steigungen und abfallenden Stücken galt sie auch bei den Läufern als interessante Strecke. Ab 1952 konnte ihre Länge auf die Marathondistanz gebracht werden." Heute führt die Laufstrecke für den Marathon und den Waffenlauf vom Marktplatz in Frauenfeld über Matzingen, Wängi, Eschlikon Sirnach nach Wil und von dort via St. Margarethen, Lommis, Stettfurt zurück nach Frauenfeld. Halbmarathon und Juniorenlauf starten in Wil.

Nachmeldungen bis kurz vor dem Start
Die offizielle Anmeldefrist ist zwar bereits abgelaufen, aber Nachmeldungen sind natürlich noch möglich: Am Lauftag selber sind die Meldestellen an den beiden Startorten in Frauenfeld und in Wil bis kurz vor dem Start offen. Und mit dem Start der diesjährigen Läufe denkt das OK auch bereits ein Jahr weiter: Am Sonntag, 21. November 2010 wird der 76.
"Frauenfelder" durchgeführt – die Vorbereitungsarbeiten haben bereits begonnen!
www.frauenfelder.org

Fragen an OK-Präsident Rolf Studer

Rolf Studer, wo steht der Frauenfelder Militärwettmarsch heute?

Der Militärwettmarsch, der im November bereits zum 75. Mal durchgeführt wird, bildet einen wesentlichen Aspekt des Frauenfelders. Wir sind uns aber auch darüber im Klaren, dass der zivile Teil mit dem Marathon, dem Halbmarathon und dem Juniorenlauf, auf die wir auch sehr stolz sind, an Gewicht gewinnen.

Einerseits gibt es die Läufer, die diesen Lauf noch wollen. Sprechen auch andere Gründe für dessen weitere Durchführung?

Von den vielen positiven Reaktionen, die wir jeweils erhalten, wissen wir, dass der Militärwettmarsch nach wie vor nicht nur bei den Läufern, sondern auch beim zahlreichen Publikum und überhaupt in der ganzen Region stark verankert ist. Das ist für uns vom OK ein direkter und starker Ansporn, den "Frauenfelder" weiter zu organisieren.

In der Dimension, die der Anlass angenommen hat: Ist das mit freiwilligen Helfern überhaupt organisierbar und durchführbar?

In der Organisation kann ich mich voll und ganz auf mein Miliz-OK verlassen. Für die Durchführung ist es aber auch sehr wesentlich, dass wir auch weiterhin die Unterstützung durch die Armee, die öffentliche Hand und die Sponsoren erhalten.

Austragung 2008

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