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12. Oktober 2009, 18:53
Brücken als spezielle Schätze der „Transviamala“-Strecke
Der achte transviamala run & walking (Thusis–Donat) vom Sonntag steht ganz im Zeichen von Brücken.
OK-Präsident Steafan Michael und seine Kollegen von der veranstaltenden Uniùn da Sport Tumpriv haben es längst erkannt: „Der `Transviamala` ist eine Bühne, auf der wir unsere historische und kulturelle Schatztruhe öffnen können.“ Heuer tun sie dies schon zum achten Mal, zum fünften Mal in Folge ist das Startkontingent von je 400 Läufern und Walkern seit mehreren Wochen ausgeschöpft. Ob der vielen architektonischen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten entlang der 19 Kilometer messenden und von Thusis nach Donat führenden Distanz erstaunt dies keineswegs. Ebenso wenig, dass die Leser des Online-Portals „sport-heute.ch“ den in vielerlei Hinsicht attraktiven „Transviamala“ im letzten Jahr zum schönsten Schweizer Lauf erkürten. - Eine Vorschau von Anita Fuchs -
Thusis, 12.10.09 (mk) Tatkräftige und finanzielle Unterstützung
„Zu den grössten Schätzen unserer Region gehören zweifelsohne die zwölf Brücken und Stege entlang der `Transviamala`-Strecke“, sagt Steafan Michael. Ein Teil davon wird nun innerhalb des diesjährigen Schwerpunktthemas „Brücken bauen“ in die Veranstaltung integriert. Dies mit dem übergeordneten Ziel, „unseren Anlass dazu zu nutzen, die teilweise nicht offensichtlich erkennbare Vielfalt an Architektur, Kultur und Traditionen in unserer Region einem breiteren Umfeld zugänglich zu machen“.
Im Zentrum steht die Maillart-Brücke Valtschiel in Donat. Die Ausrichter des „Transviamala“ setzen sich tatkräftig für die Erhaltung des sanierungsbedürftigen historischen Bauwerks ein. Sie haben eine Arbeitsgruppe unter der Federführung von OK-Mitglied Beni Michael ins Leben gerufen – dies mit dem Auftrag, ein Konzept zur Instandsetzung des Kleinods auszuarbeiten. Zusätzlich beteiligen sie sich mit einem Teil aus dem Veranstaltungserlös (symbolisch drei Franken pro Teilnehmer) finanziell an den Sanierungskosten.
Zuschauerwettbewerb auf Brückenquartett
Die Maillart-Brücke Valtschiel rückt aber auch am „Transviamala“ selber in den Fokus. Dies mittels eines Zuschauerwettbewerbes, in den auch die Viamala-Brücke, die Pùnt da Suransuns und die Holzbrücke Andeer integriert sind. Auf den vier Brücken liegen Postkarten auf, welche mit dem eigenen Namen zu ergänzen, an den Zielort Donat mitzunehmen und dort zur attraktiven Preisverlosung in den Briefkasten bei der „Punt d`informaziùns“ zu werfen sind.
Das Schwerpunktthema greifen die Verantwortlichen auch an der cursa da lumpazis, wie der Bewerb für die Jüngsten (Jahrgänge 1999 und jünger) heisst, auf; die Lausmädchen und -buben müssen beim Hindernisparcours verschiedene Arten von Brücken überqueren. Mit ihrem engagierten Auftritt sorgen sie sicherlich auch in diesem Jahr wieder für den heimlichen Höhepunkt des von einem grossen Erlebnischarakter geprägten Familienanlasses.
Das Programm
10.15 Uhr: Start transviamala run in Thusis
10.30 Uhr: Start Ausscheidung cursa da lumpazis grànda in Donat
10.45 Uhr: Start transviamala walking in Thusis
11.00 Uhr: Start schamserlauf run in Donat
ab 11.40 Uhr: Zieleinläufe transviamala run und schamserlauf in Donat
12.15 Uhr: Start schamserlauf walking in Donat und Start cursa da juniors in Andeer
ab 12.30 Uhr: Zieleinläufe transviamala walking in Donat
ab 12.35 Uhr: Zieleinläufe cursa da juniors in Donat
ab 13.25 Uhr: Zieleinläufe schamserlauf walking in Donat
13.30 Uhr: Start Finalläufe cursa da lumpazis grànda in Donat
14.00 Uhr: Start cursa da lumpazis pintga in Donat
14.45 Uhr: Rangverkündigung
Informationen unter www.transviamala.ch
Transviamala 2008 Der Sieger
Der Schamser Lauf - Text Anita Fuchs
Von Nachwuchs-Starthilfe zu bedeutendem Lebensnerv
Einst zur Finanzierung der eigenen Nachwuchsabteilung gedacht, hat sich der am Sonntag in Donat zum 30. Mal stattfindende und in den transviamala run & walking integrierte Schamserlauf zu einem Lebensnerv für die US Tumpriv entwickelt.
Die Absicht im Ski Club (SC) Tumpriv war klar: eine Jugendorganisation (JO) des Schweizerischen Skiverbandes (heute Swiss-Ski) gründen. Nur: Dazu bedurfte es finanzielle Mittel. Beni Clopath hatte bald einmal die Idee, zur Geldbeschaffung einen Lauf zu organisieren. Quasi als Versuch wurden in den Jahren 1978 und 1979 Crossläufe am Schamserberg durchgeführt. 1980 und somit 30 Jahre nach der Gründung des SC Tumpriv stand dann die Premiere des Schamserlaufes im Veranstaltungskalender. Die Hauptleitung oblag Johann und Beni Clopath.
Zu jenem Zeitpunkt gab es in Graubünden im Laufsportbereich erst den wenige Monate zuvor ebenfalls erstmals ausgetragenen Engadiner Sommerlauf. Ihrer Pionierrolle entsprechend mussten die Verantwortlichen des Schamserlaufes in der Anfangsphase reichlich Überzeugungsarbeit in der Bevölkerung, ja selbst im eigenen Verein, leisten. Seit mehreren Jahren spüren sie nun aber einen starken Rückhalt und etablierten den Anlass in der Region als festen Wert. Für die Uniùn da Sport (US) Tumpriv, wie der SC Tumpriv seit 1999 heisst, stellt die Cursa da Schons inzwischen sogar einen bedeutenden Lebensnerv dar.
Auf und ab in zweierlei Hinsicht
Zwecks Optimierung passten die beharrlichen und ausdauernden Organisatoren die Strecke gelegentlich an, aktuell misst sie zwölf (Läufer) beziehungsweise 8,8 (Walker) Kilometer. Der coupierte Kurs führt die Teilnehmer von Donat nach Zillis und weiter nach Pignia und Andeer, ehe es zurück an den Startort geht. Auf und ab ging es in der Vergangenheit auch betreffend Beteiligung. In den ersten zehn Jahren durften die Veranstalter stets auf ungefähr 450 Läufer zählen. Es folgte ein leichter Rückgang, den anschliessend ein geringer Zuwachs wettmachte.
Ende der Neunzigerjahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends beteiligten sich – als Folge des Überangebots an Laufveranstaltungen – dann aber immer weniger Frauen und Männer am Schamserlauf. Im Jahre 2001 umfasste die Rangliste beispielsweise nur noch 117 Namen. Um die Zukunft des Anlasses zu gewährleisten, sahen sich die Ausrichter gezwungen, neue Wege zu beschreiten. Es wurde ein neues Organisationskomitee gebildet, welches im Jahre 2002 den transviamala run & walking gründete und den Schamserlauf darin integrierte.
Duo zum 30. Mal aktiv dabei
Die Eingliederung in den attraktiven, von Thusis nach Donat führenden Erlebnislauf blieb allerdings nicht ohne Konsequenz: Viele Teilnehmer des Schamserlaufes wechselten die Distanz, und so präsentierte sich das Verhältnis in den zwei Bewerben bei der ersten „Transviamala“-Austragung bei 135:229 Klassierten. Während die Beteiligung am Schamserlauf zuletzt weiter zurückging, erforderte der „Transviamala“ wegen der erhöhten Nachfrage ein Teilnehmerlimit von je 400 Läufern und Walkern.
Zum fünften Mal in Folge ist das Startkontingent heuer vorzeitig ausgeschöpft, für den Schamserlauf hingegen können Nachmeldungen vorgenommen werden. Auf eine konkrete Teilnehmerzahl bei der Jubiläumsaustragung wollen sich die Organisatoren nicht festlegen. „Wir hoffen, dass sich viele ehemalige, aber auch neue Teilnehmer einschreiben“, so Rolf Cantieni, Präsident der US Tumpriv. Schon zum 30. Mal aktiv dabei sind Maria Andrea (Pignia), welche 1980 und somit im Gründungsjahr des Schamserlaufes zur ersten Präsidentin des SC Tumpriv gewählt wurde, sowie Hermann Nicca (Donat).
Start auf bedeutungsvoller Brücke
Das Jubiläum des Schamserlaufes soll den beiden treuen Läufern, aber auch sämtlichen anderen Teilnehmern als besonderes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Aus diesem Grund erfolgt der Start – passend zum diesjährigen „Transviamala“-Schwerpunktthema „Brücken bauen“ – erstmals auf der architektur- und ingenieurhistorisch bedeutenden Maillart-Brücke Valtschiel. Diese erhalten die Tagessieger zusätzlich in Form einer Konfiserie-Kreation überreicht, überdies bekommen alle Schamserlauf-Finisher eine Nusstorte, deren Schachtel die Abbildung des Juwels zeigt.
Übrigens: Das Schamserlauf-Gründungsmitglied Beni Clopath steht dem Anlass immer noch tatkräftig zur Seite: Auf der „Transviamala“-Strecke amtet der mehrjährige Schamserlauf-Rennleiter in der sagenumwobenen Viamalaschlucht als Streckenposten. Und Hansjürg Jenny, der langjährige Vorgänger des aktuellen Organisationschefs Steafan Michael, steht bei der als Brücke abgebildeten Punt d`infurmaziùns für Informationen zur Verfügung.
Informationen unter www.transviamala.ch
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Start zum Schamserlauf. Fotocredit Transviamala Run.

Transviamala WALK Foto Credit TransviamalaRun.


