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27. Juli 2009, 15:47
Mit Schirm, Charme und Viktor Röthlin
Der Aegeriseelauf im Dauerregen
Die Organisatoren waren am diesjährigen Aegeriseelauf nicht zu beneiden. Regen - Regen und nochmals Regen. Und trotzdem. Das grosse Familienfest der Aegerisee Lauffamilie fand trotzdem statt. Gutgelaunt, mit viel Charme und einem Schirm anstelle einer Melone wurde um den See gerannt, als wäre hellster Sonnenschein. Der Schweizer Laufstar Viktor Röthlin gab dabei ein mehr als gelungenes Comeback.
Brüttisellen, 24.7.09 (mk) Tief hängten sich am Abend die Wolken an den Raten. Dieses bei herrlichem Sonnenwetter unglaublich schöne Pässchen mitten in der Innerschweiz war ganz einfach zugedeckt, wie nach einer Sindflut. Das Gute an der Sache war einzig, dass der Temperatursturz nicht mitgemacht hatte und der Regen, auch wenn er sogleich durchnässte - relativ "angenehm" war. So standen die grosse Lauffamilie und ihre Betreuer schon vor dem Start des Aegerisee-Laufes im Dauerregen.
Hochstimmung trotz Regen
Wenig abhalten konnte es die angemeldeten Läuferinnen und Läufer - das scheussliche Wetter am Aegerisee. Sie kamen alle zum Lauf, niemand wollte sich dieses Highlight entgehen lassen. Und so plauderten sie gutgelaunt unter den Zelten oder im Festzelt, bis zum Start um den See auf- gerufen wurde. Und was weiter erstaunte, ganz Oberägeri war auf den Beinen. Immerhin hat sich ihre Laufveranstaltung zu einem Lauf mit 1500 Freizeitsportlern gemausert und gilt im Schweizerischen Laufkalender und beim Laufvolk als Top-Veranstaltung.
Die Elite voran
Der Start von Viktor Röthlin, sozusagen ein Comeback nach seiner schweren Krankheit, hat zusätzlich viele Zuschauer und Medienleute an den Aegerisee gelockt. Sie wurden nicht enttäuscht. Röthlin lief ein sehr gutes Rennen und musste nur auf den letzten beiden Kilometern abreissen lassen. "Ich habe noch nicht die Kraft und die dazugerhörende Supless um ganz vorne mitzumischen" - meinte der Nidwaldner am Ziel. So wurde der Sieg unter den Eliteläufern Zeremariam - Kesete und Ueli Koch aufgeteilt - dabei zeigte der Chamer Berhe Zeremariam die besten Sprinterqualitäten. - Röthlin verbring momentan seine Zeit im Südtirol im Trainingslager mit den Kenyanern. Seit drei Wochen ist er dort um sich weiter auzubauen, damit der Weg zur Spitze wieder gelingt. "Am Morgen bin ich natürlich noch nicht soweit um gleich mit den Topläufern mein Training zu absolvieren, sie hängen mich schon nach kurzer Zeit ab - ich laufe einfach so wie ich im Moment die Möglichkeiten sehe. Schön ist, dass mich nach jedem Training die Kenyaner fragen kommen - wie geht es dir? hast du gut trainiert? geht es mit den Schmerzen? etc.........Ich werde richtiggehend umsorgt." Wir sind eine grosse Familie.
Das Niveau aller beteiligten Läufer war sehr hoch. "Heute gibt es praktisch keine Läufer mehr, die mitmachen, nur damit sie mitgemacht haben. Es sind alles Freizeitsportler mit einem ansprechendem Laufniveau" - sagte strahlend der OK Präsident Bruno Schuler. "Ein herrliches Gefühl und es ist wunderschön, so viele Menschen zum laufen an den Aegerisee zu bewegen."
In Oberägeri geht es ein bisschen zu wie bei den mit einem Limit belegten Grosslaufveranstaltungen - alle, die hier waren wollen auch das Nächstemal wieder dabei sein. Der Aegeriseelauf hält alle Gefangen und lässt sie nie mehr los, dabei sind es keine Seemonster - wie der geheimnis- volle See es vermuten lassen könnte, sondern die Arme einer grossen, herzlichen riesengrossen Lauffamilie.
Overall Männer 937 Klassiert
1.Berhe Zeremariam 43.26.1
2.Tsegaye Kesete 43.26.2
3.Koch Ueli 43.28.2
4.Mehari Michael 43.43,5
5.Röthlin Viktor 43.59.1
Overall Frauen 335 Klassiert
1. Morceli Patrizia, 1974, Cham 47.20,0 (2)
2. Berri Annina, 1980, Mollis 49.55,0 (743)
3. Schmid Luzia, 1974, Homburg 51.34,3 (1024)
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Gespannt schauen alle auf Viktor!







Ich bin auf dem richtigen Weg und sehr zufrieden mit meiner heutigen Leistung. -- Viktor Röthlin.

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