Donnerstag, 23. Februar 2012, 00:15:22 Uhr

18. Juni 2009, 06:45

Unter dem Regenbogen des Frauenpowers

Der faszinierende Frauenlauf von Bern

Bern's Stadpräsident, Alexander Tschäppät meinte in seiner Apéro-Rede "Als Jungpolitiker war ich vor 24 Jahren sehr in den Frauenlauf involviert. Ich sorgte im Kinderhütedienst für Abwechslung für die Kleinsten! - Ich war der Kinderhort-verantworliche und fand es damals schon eine unglaublich tolle Sache." - Und auch heute sind unzählige Politiker und Promis Paten für die Frauenlaufbewegung. Kein Wunder dass Projektleiterin Caterine Imhof dieses Jahr eine Zunahme von über 1000 Frauen am Start melden konnte. Der Frauenlauf ist mittlerweile bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ein prachtvolles Sommerwetter mit hohen Temperaturen, stellte darum eine grosse Verantwortung an die Austrager und das gesamte OK. Mit vielen "Wasser-stellen" und haufenweisen sonstigen Abkühlungen, meisterten sie die Anforderungen aber bravourös.

Bern, 14.6.09 (mk) Maya Chollet gewinnt die 10km von Bern

Die 21-jährige Maya Chollet aus Palézieux, gewinnt den Frauenlauf von Bern in der hervorragenden Laufzeit von 38.20,4 und distanziert die Zweite, die Zürcherin Alexandra Schaller um fast zwanzig Sekunden. Der Sieg der hübschen Waadtländerin stand nie in Frage. "Das einzige wo mir gefehlt hat, waren die "Männer" - natürlich zur Orientierung an meiner Laufgeschwindigkeit. So war ich auf mich selbst abgestellt.

Die fünf Kilometer an Worku Tsige

Tsige Worku ist in Bern keine Unbekannte. Sie ist regelmässig am Berner GP in Spitzenpositionen klassiert und gewann den Frauenlauf vor drei Jahren. Erfreulich ist der dritte Platz von Martina Strähl. Die Bergläuferin ist eine Woche vor der Berg Schweizermeisterschaften in Moléson VD in Hochform und wird auch dort zum engsten Favoritenkreis gezählt. Aber auch die Zweite, die Ungarin Aniko Kalovics war dieses Jahr beim GP Bern auf dem Podest.


Das Lauffest der Frauen war auch dieses Jahr ein absolutes Highlight in der Schweizer Laufsaison. Die Begeisterung fand auch dieses mal keine Grenzen. Fast 14.000 Laufbegeisterte Frauen, starteten in den verschiedenen Kategorien. Ganz Bundes-Bern war deshalb schon früh auf den Beinen. Erbarmungslose Hitze und Laufschritte auf heissem Teer, forderten den Powerfrauen alles ab. Die Frau scheint auch aber auch in dieser Verantwortung klüger als die Männer zu sein:"Im Vergleich zu anderen Veran-staltungen passieren hier viel weniger Missgeschicke an Überhitzung und Überanstrengungen etc."

Ganz Bern läuft mit

Wenn nahezu 14.000 Frauen an den Start gehen muss auch am Lauf was besonderes sein. Der Berner Frauenlauf ist sozusagen das Tor zum Laufsport zur Frau. Vor 24 Jahren gab es bei den Männerläufen noch keine Frauenkategorien und wer bw. mit einer Männerstartnummer mitlief, wurde am Schluss erbarmungslos disqualifiziert. Heute kann man sich solches überhaupt nicht mehr vorstellen. Doch damals waren alternativen gefragt und der schon vor 24 Jahren Grosserfolg, hat der Schweizer Frauenlaufbewegung sicher gut getan und zum nötigen Durchbruch verholfen.

Der diesjährige Frauenlauf stand unter dem schönsten Regenbogen aller Zeiten. Mit der diesjährigen Austragung, sind auch viele junge Frauen wieder zum Laufsport bekommen und von der Laufbegeisterung aufgesogen worden.


Overall 10km

1. Chollet Maya, 1987, Palézieux 38.20,6 (1612)
2. Schaller Alexandra, 1978, Zürich 38.39,4 (1513)
3. Witschi Brigitte, 1961, Steffisburg 38.43,7 (1006)
4. Rappo Conca Sabine, 1972, Faoug 39.12,1 (33017)
5. Leuthold Juliette, 1978, Bern 39.17,4 (1016)

Overall 5km

1. Worku Tsige, 1982, ETH-Äthiopien 16.10,0 (8)
2. Kalovics Aniko, 1977, H-Ungarn 16.20,2 (1)
3. Strähl Martina, 1987, Oekingen 16.30,3 (3)
4. Kurui Susan-J., 1980, KEN-Kenia 16.42,7 (2)
5. Morceli Patricia, 1974, Cham 16.51,9 (12)
Resultate

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Jasmine Nunige, die Siegerin des Swiss Alpine Marathon 2008, ist diese Laufsaison schon früh mit Top-Resultaten bei den "Flachrennen" aufgefallen. Auch am Frauenlauf, vermochte sie sich im 5km wieder in den TOP 20 zu klassieren. "Es stimmt, dass ich dieses Jahr schon viele gute Resultate im Flachen gelaufen bin, so auch am GP Bern wo ich zehnte wurde. Für mich ist aber nach wie vor der Swiss Alpine Ultra Marathon über 78 km in Davos das Hauptthema. Die ersten Kilometer verlangen hohe Supless und ich hoffe mit diesem "Training" mir diese zu holen. Heute lief es nicht all zu gut, doch ich bin unter den heutigen Umständen zufrieden mit dem Resultat. Das Rennen war sehr schnell und die Hitze fürchterlich."

 

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