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Marcel Krebs

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09. Mai 2009, 21:57

Die Laufwelt steht Kopf!

Nur der Swiss Alpin Marathon kann lachen!

Für Lauf um Lauf kommt das endgültige Aus! Das Aus, weil einfach zu wenig Läuferinnen und Läufer kommen, zum anderen, weil Sponsoren und Cosponsoren den Rückzug antreten. Wo noch letztes Mal noch 900 starteten, kommen im besten Fall heute heute noch 600. So sieht es im Moment aus. Die Finanzkrise hat auch im Laufsektor erbarmungslos zugeschlagen, weil besonderes in der Läufersparte so mancher Bankmanager seinen Frust der Woche abspulte. Vielen der Läufe droht jetzt das Aus - knallhart!

Brüttisellen, 8.5.09 (mk) Erfolgsmeldungen sind im Laufsektor zur Rarität geworden. Der gross angekündigte Tunnellauf am Zürich West Fest vermochte gerade mal gut 900 Laufbegeisterte anzuziehen, der nachfolgende Zürich Marathon nur 4500, wo früher gegen 6500 gestartet waren. Aber auch der Luzerner Stadtlauf vermochte in Sachen Teilnehmer nicht mehr so wie in vergangenen Jahren zu überzeugen. Eine Ausnahme hat da der GP Bern gemacht, der es sogar fertig brachte, das zweitbeste Anmmeldungs-ResultaT auf den Asphalt zu bringen.

Genf Goodbye

Auch wenn hunderte Ideallisten am Genfmarathon ihre FreizeiT zur Verfügung gestellt haben, lässt sich dieser Anlass nicht mehr länger finanzieren. Jedenfalls gibt Hauptsponsor Migros den Ausstieg und auch die beiden Versicherungen scheinen keine Lust am Laufen mehr zu haben. Die enttäuschenden gut 3000 startenden haben mit ziemlicher Sicherheit auch ihres dazu beigetragen. Finden die Veranstalter keinen neuen Sponsor, so muss ende Monat die nächstjährige Veranstaltung abgesagt werden.

Auch in Frankreich grasiert das Aus

Der berühmte Lyon Marathon konnte dieses Jahr ebensowenig durchgeführt werden wie noch viele folgende im Nachbarland. In Lyon gab man zwar der vielen Baustellen die Schuld. Tatsache ist, dass sich 1/3 weniger Läufer als auch schon angemeldet hatten. Auf gut 20000 sind das 6000x 100 Franken.

Das gleich Bild bei den Bergmarathons

Auch bei den Bergläufen zeichnen sich ähnliche Szenarien ab, schaut man auf die Startlisten auf Datasport Zermatt hinkt mit gut 30% hinterher - andere folgen mit nicht viel weniger Anmeldungen.

Ausnahmen gibt es immer wieder

Im nahen Chamonix 20 KM von der Schweizer Grenze in Frankreich hingegen, explodieren die Startlisten und man ist seit Tagen daran Absagen an die Laufbegeisterten zu erteilen. Zudem hat man eine Warteliste für evtl. Aussteiger und Einsteiger geschaffen. Ein Phänomen.

Der Swiss Alpine Marathon mit neuem Sponsor

Die Bündner sind da schon clever. Sie liessen sich vom alten Sponsor nicht zu schlechten Alternativen drängen, (sie konnten es sich leisten, einen neuen Hauptsponsor für den Swiss Alpine Marathon) zu suchen. Diese Sponsoren sind reihenweise angestanden. Coop sagt adè Konkurrent Migros rennt die Türe ein.

Einbruch des Laufspektakels von gegen 35% angesagt

Die Sponsoren bleiben weg, die teuer aufgebauten Infrastrukturen der Veranstalter lassen sich nicht mehr finanzieren. So bleiben vielen Veranstaltern nur noch der Weg zum Aussetzen der VeranstAltung offen. Wie schwer aber ein Wiedereinstieg ist, zeigt der Bielerseelauf - der einst als Paradebeispiel für eine gute Topveranstaltung gesehen wurde. Drei Versuche wieder anzufangen sind gescheitert. Jeder dritte Lauf wird vom Tableau verschwinden. Am brutalsten wird es die Städteläufe treffen, aber eben auch hier gibt es wie in Bern Ausnahmen. Wer schon hart trainiert, der will nicht unbedingt durch die Städte rennen, sondern schon eher über Alpwiesen und durch die freie Natur laufen.

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