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25. April 2009, 11:40
...und der Teufel rennt mit!
Einmal im Jahr, und dies meistens am Freitag, findet der schon bald zur Legende gewordene Tüfelschluchtlauf statt. Der bereits zum 21. mal ausgetragene Berglaufklassiker ist klein aber fein. Auch dieses Jahr starteten wieder über 600 Läuferinnen und Läufer in den verschiedenen Kategorien zum Ziel auf Heiligenberg hinauf, dass in 726m/üM liegt. Auf der 8,3km langen Strecke sind 500 Höhenmeter zu überwinden und eine Durchschnittssteigung von 12% zu bewältigen. Dazu sind hunderte von Stufen zu steigen und jeder der Läufer hat das Vergnügen, durch eine herrliche, frische und wunderschöne Schluchtfauna zu laufen. Doch die Tüfelsschlucht hiess nicht immer so. Vor vielen hundert Jahren.........
Hägendorf, 24.4.09 (mk) Vor vielen hundert Jahren, so sagt die Sage hat sich ein Teufel mit einer armen Seele im Schluchtteil verlaufen. Er wollte eigentlich die Seele in die Hölle bringen, doch im Flüsschen, dass am Schluchtgrund war, fand er es so schön kühl, dass er anfing im Cholersbachgraben zu plantschen und umher zu springen. Nachdem er die arme Seele endlich abgeliefert hatte, holte er gleich seine Gleichgesinnten – Teufelinnen und weitere Teufel. Sie rannten durchs Wasser und rutschten die Wasserfälle hinunter und sprangen mit Jauchzen und Fluchen über Pfützen und in die Weiher. Das Fluchen war allerdings so laut und böse, dass es das Harz aus den Tannen quetschte.
Das wurde den Leuten vorne im Dorf unten, in Hägendorf, langsam zu unheimlich und mit Schaudern schaute man zur Schlucht hinauf. Mittlerweile stiegen dunkle Wolken aus der Schlucht und diese schwarzen Wolken blieben wie sie nicht mehr weiter könnten, genau über dem Dorfe stehen. Der Cholerbach dampfte und stank nach Schwefel. Die Fische schwammen längst schon auf dem Rücken und wenn sich eines der Tiere noch retten konnte, war es längst den Bach hinunter geschwommen. Die Menschen von Hägendorf jammerten und heulten, den das teuflische Treiben war soweit fortgeschritten, dass die Teufelinnen und Teufel Bäume ausrissen und sie in den Cholerbach schmissen. Dazu donnerten Felsbrocken zu Tal und ins Bachbett und stauten den Cholerbach, genau dort wo heute Weiher sind.
Diesem Treiben musste jetzt endlich ein Ende gesetzt werden. Die Dorfältesten holten im Kapuzinerkloster Olten Hilfe. Ein Pater wurde schnurstraks nach Hägendorf geschickt und liess sich erstmals genau erzählen, was in der Schlucht hinten vorgehen sollte. Bald wurde er aber vom Donnergrollen überzeugt, und machte sich sobald auf den gefährlichen Weg in die Schlucht.
Kaum war er hinten angelangt, so stiegen gelbe Nebelschwaden auf und es tobte, donnerte und brodelte so laut in der Schlucht, als sei der Tag des Weltendes gekommen. Während dieser Zeit wurden im Dorfe tausende von Kerzen angezündet und alle Menschen beteten. Nach über sechs Stunden kam der Pater zurück. Müde, erschöpft mit einigen Blessuren in Gesicht und an den Armen. Die Kleider zerissen und auf der Stirne tiefe wunden einer feurigen Kralle. Die Teufel aber, hat man seit diesem Vormittag nie mehr in der Schlucht gesehen. Das Wasser fliesst wieder ruhig und sauber ins Tal. Seit diesem Tag heisst die Schlucht – Tüfelsschlucht.
Der Lauf
Mit den jugendlichen und den Kindern starteten die Hängedorfer Organisatoren ihren Lauffreitag im Dorf unten. Ok Präsident Toni Stocker hatte auch dieses Jahr mit perfekter Organisation das Hängedorfer Laufweekend auf die Beine gestellt. Zusammen mit vielen, vielen einheimischen Sponsoren gab es auch dieses Jahr einen prachtvollen Gabentisch.
Neben den Kindern und Jugendlichen traten die Walker und Walkerinnen zum Grosskampf an. Die Schönheiten der Schluchtnatur, liessen sie aber manchmal eher einen Gang zurückschalten um diese wunderbare Schluchtenfauna zu geniessen und manch einer wäre am liebsten auf den einladenden Bänklein mit herrlichster Aussicht sitzen gegangen.
Das Elitefeld der Männer und Frauen zeigt im letzten Teil der Startenden grosse Leistungen. Selbst Ex-OL Weltmeister Thomas Hohl war am Start. Den Sieg machten allerdings drei ander unter sich aus. Matthias Merz schien mit dem Teufel unter einer Decke zu stecken. Er feierte einen Start - Ziel Sieg, wobei ihm die beiden Verfolger Gabriel Lombriser und Andi Herzig bis weit oben stet's in Sichtweite hinterher liefen. Erst zum Schluss legte Merz nochmals einen Gang höher und konnte so einen sicheren klaren Sieg feiern. Mit über einer Minute Vorsprung lief er über's Zielband.
Bei den Frauen schwang die 18-jährige Kirk Fiona obenaus. Sie gewann das Frauenrennen überlegen.
M 20
1. Merz Matthias (84), 5712 Beinwil am See 00:33:11.4 1086
2. Lombriser Gabriel (81), 4227 Büsserach 00:34:13.7 1057
3. Herzig Andi (82), 4410 Liestal 00:34:25.6 1052
4. Beck Alessandro (89), 5053 Staffelbach 00:34:46.3 1042
5. Brennwald Adrian (75), 8914 Aeugst am Albis 00:34:57.2 1037
6. Wyss Patric (82), 4600 Olten 00:35:24.1 1025
7. Hohl Thomas (86), 4123 Allschwil 00:35:31.2 1022
8. Weltzien Audun (83), 8046 Zürich 00:35:55.9 1010
9. Schmid Jonathan (80), 2314 La Sagne NE 00:36:03.1 1007
10. Hürzeler Samuel (84), 2532 Magglingen/Macolin 00:36:22.7 999
11. Sidler Daniel (86), 5032 Rohr AG 00:36:46.7 988
12. Walser Tobias (83), 7320 Sargans 00:36:56.1 984
13. Hohl Christian (89), 4123 Allschwil 00:37:21.3 972
14. Wullimann Markus (76), 2540 Grenchen 00:37:34.8 966
15. Fischer Stephan (77), 5034 Suhr 00:38:02.5 953
16. Hägler Kaspar (88), 4434 Hölstein 00:38:09.4 950
17. Hägler Sebastian (86), 4434 Hölstein 00:38:10.7 950
18. Locher Daniel (76), 8610 Uster 00:38:14.8 948
19. Bassetti Renzo (79), 4600 Olten 00:38:23.8 944
20. Nussbaumer André (87), 4713 Matzendorf 00:39:11.1 922
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