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16. April 2009, 16:26

Sergej Lebid und Philip Njoroge die Favoriten beim GP Bern!

Das grosse Laufereignis der Schweiz

Vorjahressieger Philip Njoroge und der 8-fache Crossweltmeister Sergej Lebid sind die Favoriten des 28. Grandprix von Bern. Am kommenden Samstag den 18.April, werden sie den Sieg unter sich ausmachen. Der rekonvaleszente Viktor Röthlin wird in Bern in ungewohnter Rolle auftreten. Röthlin wird erst wieder ins Laufgeschehen eingreifen, wenn er völlig gesund ist und ob dies noch dieses Jahr ist, wagt selbst Viktor Röthlin zu bezweifeln.

Neuenegg (Bern) , 16.4.09 (mk) Der Grand-Prix von Bern weist bei seiner 28. Auflage das drittgrösste Teilnehmerfeld seiner Geschichte auf: 22 417 Läuferinnen und Läufer haben sich angemeldet – mehr, als aufgrund des frühen Austragungsdatums erwartet werden durfte. Nur beim Jubiläumslauf 2006 (25 334 Anmeldungen) und 2007 (24 317) waren noch mehr Anmeldungen eingegangen.

8facher Europameister in der Favoritenrolle

Nach dem Forfait von Viktor Röthlin ist der Ukrainer Sergej Lebid das Aushängeschild der grössten Breitensport-veranstaltung in der Deutschschweiz. Lebid trifft auf den kenianischen Vorjahressieger Philip Njoroge. Sergej Lebid (33) ist im Cross, was Viktor Röthlin im Marathon ist: Der beste Europäer in seiner Sparte. Der 8fache (und amtierende) Cross-Europameister kommt mit einigen ukra- inischen Landsleuten nach Bern. Darunter Trainingspartner Vassily Matviychuk, dessen Marathon-Bestzeit bei 2:10,36 liegt.Erfreulich ist, dass die Schweizer Marathonelite mit Patrick Wieser, dem letztjährigen Vierten des GP Bern vertreten ist.

Christian Belz nicht am Start

Während im 10-Meilen-Rennen die Trauben für die Schweizer in Röthlins Abwesenheit zu hoch hängen werden, besitzt der Berner Philipp Bandi gute Aussichten, den Altstadt-GP (4,7 km) zum dritten Mal in Folge für sich zu entscheiden. Nicht an der Startlinie stehen wird hingegen Christian Belz, der am Kerzerslauf nach langer Verletzungspause sein Comeback gegeben hatte. Belz leidet an einer Verhärtung in der Wade und will seine Saison durch einen Start in Bern nicht gefährden.

Bei den Frauen wird der Sieg wohl über Vorjahressiegerin Jana Muia (Ken) und die Ungarin Aniko Kalovics – Siegerin 2006 und 2008 Zweite – führen. Von der Bergmarathonseite her, ist die Seriensiegerin Lizzy Hawker auf der Startliste zu finden. Daneben sind aber auch die Swiss Alpine Marathon Siegerin Jasmin Nunige, die Tokio Marathon-Siegerin des letzten Jahres Claudia Dreher und praktisch die gesamte Schweizer Frauenelite am Start.

Der 10 Meilenlauf und seine Tücken

Die 10 Meilen von Bern haben es in sich. Immer weider sind Steigungen zu erklimmen die den Rythmus brechen. Wer zu schnell in die Meilen springt, wird dies bitter bereuen. Der GP Bern ist kein einfacher Lauf, doch ein unglaublich schöner. Total sind Läufer und Läuferinnen aus 23 Ländern am Start und Total nehmen Laufbegeisterte aus 41 Nationen teil.

Viktor Röthlin als Isostar-Botschafter

Viktor Röthlin wird zwar an der Start gehen, nach dem Startschuss aber nicht losrennen – er gibt diesen für einmal selber ab. Später verteilt er dann an der Ziellinie Bidons. Der 34-jährige Obwaldner ist seit zehn Jahren und seinem Marathon-Debüt in Hamburg mit Isostar unterwegs und tritt am Grand-Prix von Bern erstmals in seiner neuen Rolle als Isostar-Botschafter in Erscheinung.

Wieder werden entlang der Strecke rund 150.000 Zuschauer erwartet. Jeder 70.Bürger aus dem Kanton Bern ist auf der Startliste zu finden.

Startzeiten

13.00 Uhr Bären Grand-Prix 1,6km
14.30 Uhr Altstadt Grand-Prix 4,7 km
14.45 Uhr GP Walking 4,6km
15.53 Uhr Elite Frauen GP Bern
16.00 Uhr START GRAND-PRIX 16,093 km

Leserkommentare (0) »

Viktor Röthlin mit dem 8-fachen Cross-Weltmeister Sergej Lebid im Gespräch.

Ich werde erst wieder laufen, wenn ich völlig gesund bin. Ich habe viele Krankenhausbesuche hinter mir. Meine Lungen sind zwar wieder ohne Flüssigkeitsbildung doch an ein regelmässiges Training ist im Moment nicht zu denken. Wenn auch noch so verlockende Angebote vorliegen, werde ich meine Gesundheit nicht auf's Spiel setzen.