Mittwoch, 23. Mai 2012, 23:33:26 Uhr

08. März 2009, 21:45

Es war ein Krampf und ich hab den Krampf

Nach meinem Ruhetag gab's heute die wohlverdiente 13km Runde. Ich muss gleich sagen, besser als vor dem Ruhetag ging's nicht. Und noch was - so gelitten nach dem Training habe ich noch nie, ich mag mich auch nie an solche Trainingsschmerzen in meiner Aktivzeit erinnern.

Brüttisellen, 8.3.09 (mk) Schon der Morgen brachte mir nicht viel Aufmunterung. Die Lust zum Rennen lag nicht unbedingt bereit. Doch wo ein Hundchen ist, da ist auch Marcel. Und so raffte ich mich dann auf, auch wenn ich schon vor meinem Läufchen furchtbares Wechen hatte.

Meistens spürts du gleich am Anfang wie es so läuft - und es lief, na ja - nicht so gut. Jedenfalls überholte mich die erste Joggerin bereits nach den ersten zwei - dreihundert Metern.

Hinauf ins Königsreich

Die berühmte Steigung mit ihrer gegen 200m Höhendifferenz hinauf war das reinste Desaster. Ich musste mich quälen und das nicht zu knapp. Was heute noch dazu kam war, auf der Bergstrecke, die wirklich im Abseits liegt, lag Schnee auf dem Strässchen und wieviel. Gut und gerne 20-30 cm Schnee mit Eis am Waldrand entlang brauchten eben zusätzlichen halt. Und wenn du weisst, wie ich ohne Schnee renne, dann kannst du dir vorstellen wie ich mit Schnee renne. Fürchterlich! Einfach Fürchterlich. Hundchen gefiel es so gut, dass er sich während meines mühsamen Aufstieges, genüsslich neben mir im Tiefschnee wälzte und sich vergnügte.

Durch dunkle Wälder und klebrige Böden

Das Laufen durch die verschiedenen Waldabschnitte hatte zudem den Zusatz, tiefer, klebriger Boden der die Fortbewegung auch nicht gerade raketenmässig beschleunigte.
Die 10 Minuten Verlusst beim Aufstieg, habe ich jedenfalls nicht mehr wettgemacht. Gekämpft habe ich aber um aufzuholen - vergebens. Ich bin regelrecht im Dreck versoffen.

Nach dem Lauf bin ich nach einer kleinen Mahlzeit total erschöpft aufs Bett gefallen und einfach eingepennt. Aber was dann kam war fürchterlich. Nach und nach begannen meine Beine zu schmerzen. Vor allem die Muskeln und wie!! Krämpfe wiederholten sich im Minutentakt. Und jetzt wo ich dass, drei Stunden nach dem Lauf schreibe, schmerzen sie immer mehr - meine Beinchen. Der Genuss einer feinen Massage durch meine Frau konnte den Krämpfen nur für ein paar Minuten Besserung erteilen.

Eine Elefantenwoche machte mich zum Trampeltier

Jetzt habe ich doch seriös trainiert und dann solch ein Dreck! Ich kann es mir nicht vorstellen. Klar ich fühle mich befreiter als vorher, doch stimmungsmässig auch sehr gedämpft. Hätte mehr erwartet vom tapferen Kerlchen, so irgendwie, dass ich nach dem Ruhetag wie eine Elfe springe. Stattdessen bin ich zum totalen Schlecht-wetterläufer geworden, der bei jedem Wetter die Kieselsteine und Grashalme kitzelt. Vom Elfenschwung ist weit und breit nichts zu sehen. Auch wenn ich keine Pfütze, keinen Dreck und keine noch so undurchdringende Waldschneise und keine noch so steilen Weg gemieden habe, hat man mir dass alles einer Woche, in keiner Weise verdankt. Wie gehts nur weiter?? Noch 20 Tage bis zum Tag der Wahrheit!!!

Danke Euch!
Was auch noch passiert - ohne Eure Unterstützung - Eure tollen Mails, Eurer tollen Glücksbriefchen - Eurem Aufmuntern - Eurem Zureden hätte ich es nicht ausgehalten. Dank an meine Sponsoren, die einen solchen Spinner wie mich unterstützen. Dank an meiner Frau und Dank meinem Hundchen Larry, der mir steht's den Weg zeigt - auf mich wartet oder mich hetzt. Dank Euch allen. Ich hab Euch alle lieb.

Das passende Lied

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