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Von Lizzy Hawker - Deutsche Übersetzung Sabina Herbst
8.4.08lh.Wir
hatten einen Traum. Und manchmal, erfüllt sich dieser Traum eben
auch. Unser Traum ware es einen Reise zu machen: von der Wildnis der
Berge in das Chaos der Städte. Der Plan war die überwältigend
schönen himalayischen Berg Ama Dablam, 6837 m hoch, der für uns bis
jetzt höchste Berg zu besteigen vom Everest Base Camp nach
Kathmandu. Eine Reise von insgesamt 302km mit ca. 10000m Steigung und
15000m Neigung. Der Rekord lag bei drei Tagen, sieben Stunden und 10
Minuten, aufgestellt von dem Sherpa Kumar Limbu im Jahr 2000.
Am
28 Oktober 2007, einem Samstag, erreichten wir um 9.52 Uhr in
staubiger Hitze das Sportstadium in Kathmandu. Wir wurden mit
Lächeln und Girlanden von unseren Freunden, der Presse und dem
Vorsitzenden des nepalesischen olympischen Komitee begrüsst. Unser
Ziel war erreicht und wir hatten einen neuen Rekord erzielt. Meine
Gedanken wanderten zurück zu den letzten drei Tagen, zwei Stunden
und 36 Minuten in einen andere Welt. Das stille und friedliche
Everest Base Camp schien Welten getrennt zu sein von den staubigen,
chaotischen Strassen in Kathmandu. Ein ungeheuerlicher Gegensatz,
nach einem unglaublichen Abenteuer.

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OM
MANI PADME HOM.
Das allgegenwärtige buddhistische Mantra hatte sich
von Anfang an in unser Gedächtnis eingeprägt als die Erfahrung in
Nepal. Eingeritzt in Stein, auf Gebetsmühlen und entlang aller Pfade
und Wege, die wir bereisten, repräsentiert es die Mitgefühle,
Toleranz, Geduld, Konzentration und Weisheit. In diesem Geiste
wollten wir zusammen reisen, klettern und rennen. Die Berge des
Himalayas waren für einen Monat unser zu Hause. Ihre unglaubliche
Schönheit und Inspiration die Nahrung unserer Seele.
In
minus 10 Grad Kälte, eingehüllt in Fleece- und Daunenjacken,
berührten wir die Flagge der ersten Thai-Expedition zum Everest. Wir
setzten unsere GPS postion, starteten die Uhren und rannten los ueber
die Gletschermoräne. Eine unglaubliche Schönheit, der klare Himmel
oben, die sonnenbeschienen Gipfel des Nuptse, Pumori, Thamersky und
Cholatse, und unten das mit Wolken gefüllte Kumbu-Tal. Wir hatten
solch ein Glueck. Ich genoss die frühen Stunden, in den die
majestischen Gipfel aus dem Schatten hervorkamen. In der Wärme kamen
wir gut voran, die ersten Kilometer in ueber 4500m Hoehe waren leicht
und gut zu bewaeltigen. Ich fühlte aber auch mit Mark und Spyke, die
immer noch an den Nachwirkungen der Bronchitis litten, eine
Hinterlassenschaft der Ama Dablam Besteigung, die Mark und ich ein
paar Tage früher bewältigt hatten. Wir setzten eine Gruppe von
Bergsteigern in Erstauen, die langsam vorankamen. Blicke aus einer
Mischung aus Zweifel und Erstauenens begegneten uns.

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Begrüssung in der Dughla Lodge
Eine
Begrüssungstrunk erwartete uns in der Dughla Lodge, wo unser neuer Freund Mr T (Tashi Tsering) einen Milchtee wie versprochen zubereitet
hatte. Weiter unten wurde es lebhafter. Yaks, Touristen und
Träger. Ich fühlte, wir hatten die hohen Berge zu früh verlassen.
Hinter Namche Bazaar, erwartete uns Vic Saunders
mit einer Umarmung, heissem Tee und Gebäck, wir waren zurück in der
dickeren Luft der Niederungen. In der Nacht durchquerten wir das
grosse Dorf Lukhla mit seiner winzigen Startbahn. Und dann waren wir
wieder im „richtigen“ Nepal mit seinen einfachen Unterkünften
und teilten uns die Wege mit den Trägern, die riesige Mengen der
Dinge für den täglichen Bedarf transportierten. Bis zur Jubing
Brücke folgten wir dem Dudh Kosi, dananch kam das Herzstück der
Reise, fünf Paesse in rascher Folge. Eine schöne, aber anstrengende
Nachttour mit starken Steigungen.
Wir
versorgten uns so gut wie möglich selbst, unser Ziel war es
durchzurennen und wir hatten nur wenig Kleidung und Essen und Wasser
mit uns. An den Lodges stockten wir auf was möglich war und
verzehrten Unmengen von Tee mit Tsampa und Chapattis. Durch unseren
Lauf durch die Berge, abseits der Touristenrouten brachte uns in
einen ganz speziellen Kontakt mit der Nepalesen und ihrer Kultur.
Die
Achterbahnfahrt der Auf-und Abstiege setzte sich fort. In der zweiten
Nacht erreichten wir den Shivalay hinter dem Deurali Pass. Hier
entschieden wir uns die sichere Route über den Jiri und der Strasse
nach Karatichap zu nehmen, da das Kartenmaterial der anderen Strecke
nicht zuverlässig genug war. An dieser Stelle traf auch Mark die
Entscheidung, aufzugeben. Die Hälfte der Strecke war geschaft
innerhalb von 36 Stunden. Die Strecke zwischen Shivalaya und der
Strasse nach Jiri sollte eigentlich leicht sein, stellte sich aber
als problematisch heraus und wir mussten immer wieder Karten und
Kompass zu Hilfe nehmen. Als wir endlich Jiri erreichten, hatte
Spyke genug. Ich wollte eigentlich weiter machen, beschloss aber
aufgrund der politischen Lage, dass es nicht ratsam sei als Frau
alleine weiterzurennen. Die ausgestorbenen Stadt hatte keine
Unterkünfte zu bieten und so fanden wir Platz in einem Heuschober.
Einige kalte Stunden später, wachte ich auf – eine neue
Dämmerung.

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Ein neuer Tag
Ein
paar Stunden Schlaf änderten Spykes Ansicht. Mit neuer Kraft
enschlossen wir weiterzumachen. War es noch möglich den Rekord zu
brechen? Wir tranken ein paar Tassen Tee am Strassenrand und rannten
los. Ich wusste nicht, ob wir es schaffen würden, aber es war gut
weiterzumachen und es zu versuchen. Endlich um 7 Uhr abends
erreichten wir die kleine Stadt Muldi Es war merkwürdig so viele
freudige Menschen zu sehen, nachdem wir über Stunden alleine
gelaufen sind. Nicht nur Freunde begrüssten uns, sondern auch der
lokale Jugendclub war da, um uns zu zujubeln. Sie rannten abwechselnd
mit uns. Von Muldi ging es die letzten Weg nach Kathmandu. Die
Strassen wurden geschäftiger, lauter und die Gerüche nahmen zu. Um 8
Uhr am Morgen erkämpften wir uns den Weg zum Nationalstadium. Wie
durch ein Wunder erschien plötzlich ein Polizeimotorrad, um uns auf
unseren letzten Weg zu eskortieren. Spyke, Mark und ich setzten einen
neuen Rekord. Es war wirklich Teamarbeit, auch wenn Mark gezwungen
war aufzugeben, hatten wir immer noch seine Unterstützung.
Auch
wenn moderne Kommunikationsmittel die tradtionellen menschlichen
Nachrichtenboten ersetzt haben, bleibt die Route vom Everest Base
Camp nach Kathmandu von historischer Bedeutung. Unser Ziel war
einfach: wir wollten einen neuen Rekord für einen historischen Lauf
aufstellen. Doch waren auch die Form und der Stile unter denen der
Lauf stattfand wichtig. Wir setzten unseren Rekord unter dem Zeichen
des Friedens und der Freundschaft, dem Respekt für das nepalesische
Volk, die Umwelt, und die Kultur. Wir hoffen, dass wir durch die
Aufmerksamkeit, die wir durch den Lauf erzielten helfen können,
dieses wunderbare Land, seine Leute, Berge und Kultur anderen näher
zu bringen.

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Unsere
Reise war eine unglaublich inspirierende Herausforderung, und wir
empfanden es als unsagbares Glück zwischen den grossen Bergen zu
sein. Wir mussten wirklich mit Herz und Seele rennen, wie auch mit
unserem Kopf und unseren Beinen. Wir empfanden es als Auszeichnung
diese mentale, physische und spirituelle Erfahrung zu machen und an
diesem aussergewoehnlichem Abenteuer teilzunehmen. Erfolg war nicht
was zählte. Wie auch im richtigen Leben ist es der Weg und nicht das
Ziel das zählt.
Elisabeth Lizzy Hawker Marathonläuferin
The
Team
Mark
Hartell, Elizabeth ‘Lizzy’ Hawker, Stephen ‘Spyke’ Pyke.
We formed a team of three established UK ultra runners who have
competed internationally, and between us hold a number of records in
mountain, ultra and endurance races. Team
aus 3 Englaendern mit internationalen Auszeichung
Acknowledgements
Thanks to
our respective sponsors. As a member of The North Face Global
Athlete Team I was very grateful for the support of The North Face in
enabling me to be part of the project so that my dream could become a
reality. Dank an useren Sposor The North Face
Footnote
Through
their project Lizzy, Mark and Spyke are raising money for Community
Action Nepal. Its main focus is to work with local people and
village communities through sustainable health and education
projects. They are raising funds through
http://www.justgiving.com/run-everestbc-kathmandu
and all donations will go to CANepal. They
would be grateful for any support.
Mit
dem erzielten Geld unterstützen wir das Community Action Nepal
Program
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